Asyl Mohammadis dürfen bleiben

Frankenhardt.  / JS 23.06.2018

Im März vergangenen Jahres berichtete unsere Zeitung über eine integrierte Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan. „Die Mohammadis sollen bleiben!“, so lautete der Titel der Geschichte. Seit mehr als drei Jahren haben Maryam Mohammadi, ihre Kinder Hassan, Maria und Hossna sowie Maryams Bruder Hossein in Oberspeltach ein neues Zuhause gefunden, davor wohnten sie ein halbes Jahr in Jagstheim. Ihre Anträge auf Asyl wurden abgelehnt.

Dagegen klagten die Mohammadis vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart und verbuchten einen Teilerfolg. Das Urteil vom 22. Januar dieses Jahres, das seit 15. März rechtskräftig ist, verpflichtete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am 5. April zur Feststellung, dass ein Abschiebeverbot hinsichtlich Afghanistan vorliegt.

Das Gericht begründet das Urteil unter anderem damit, dass „die Schaffung einer menschenwürdigen Lebensgrundlage für eine Mutter mit drei Kindern im vorliegenden Einzelfall nicht möglich“ sei. Es „liegt ein außergewöhnlicher Fall vor, in dem die humanitären Gründe gegen die Abschiebung zwingend sind“.

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