Schwäbisch Hall Mittelaltermusik in der Kantine 26 - Kleinster "Faun"-Gig in Hall

Mit Mittelaltermusik und Pagan-Folk, gesungen in mehreren Sprachen, animierte "Faun" das Kantine-26-Publikum zum Mitsingen und Tanzen.
Mit Mittelaltermusik und Pagan-Folk, gesungen in mehreren Sprachen, animierte "Faun" das Kantine-26-Publikum zum Mitsingen und Tanzen. © Foto: Ufuk Ars
Schwäbisch Hall / KATHARINA GOTTSCHALK 25.07.2014
Ein mystisches Konzert fand vergangenen Freitag in der Kantine 26 statt. Die Band "Faun", bekannt für Mittelaltermusik und Pagan-Folk, hat die Zuhörer musikalisch in ein anderes Reich entführt.

Der Name "Faun" entstammt der graeco-römischen Mythologie und steht für den Hirtengott Faunus. Dieser wurde häufig als Natur- und Waldgeist dargestellt. Damit soll die Naturverbundenheit der Bandmitglieder und ihrer Musik symbolisiert werden. Die sechs Bandmitglieder verzaubern die Zuhörer mit fremden Sprachen und mystischen Klängen. Seltene Musikinstrumente wie Maultrommel, Didgeridoo, Sackpfeifen und alte Lauteninstrumente erzeugen Klänge wie aus einer anderen Zeit. Mal hat man das Gefühl auf einer mittelalterlichen Burg ein Fest zu feiern, mal das Gefühl, sich in einem verwunschenen Wald zu befinden.

Die beiden Sängerinnen Fiona Rüggeberg und Sonja Drakulich singen in mehreren Sprachen: Mittelhochdeutsch, Spanisch, Altisländisch, Latein, Ungarisch und Finnisch. Vor allem, wenn sie zusammen ein Duett singen, erzeugt das Gänsehaut. Den Vorteil der fremden Sprachen bringt Sänger und Gründungsmitglied Oliver "Satyr" Pade auf den Punkt: "Ihr glaubt ein kulturelles Konzert zu erleben. Wenn ihr wüsstet, was wir da in bulgarischer Sprache singen. . .", sagt er schmunzelnd und lässt das Ende offen. Mehrmals fordert er die Gäste auf, mitzusingen. "Seid ein Teil des Ganzen, lasst euch fallen."

Das Repertoire der Band reicht von melancholischen Balladen bis hin zu überschwänglichen Tanzliedern. Hier halten dann auch die Zuhörer nicht mehr still und fangen an zu tanzen. "Faun" spielen Lieder aus verschiedenen Epochen und Regionen, aber auch Eigenkompositionen. Sänger "Satyr" erzählt zu jedem Song eine kleine Geschichte. Etwa von dem Gott des Feuers, Loki, der zum Tanz der Götter lädt.

Die Trommeln bei einigen Liedern spürt man bis ins Mark. Sie ziehen den Zuhörer in ihren Bann und lassen die Gedanken schweifen. Und als die "schwedische Fidel und der japanische Laptop zusammen Musik hervorbringen" erntet Sänger Pade einige Lacher im Publikum und jubelnden Applaus.

Info Auf ihrer Tour von Februar bis September spielen "Faun" 25 Konzerte. Das kleinste davon fand jetzt in Hessental statt. Weitere Termine findet man auf der Homepage: www.faun-music.de. Ab dem 5. September ist das neue Album "Luna" erhältlich.

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