Geburtstag Mit Nerven wie Drahtseile und Humor

Hans Zipperer
Hans Zipperer © Foto: Eva Hulsman-Knoll (Archiv)
Rosengarten / Bettina Lober 10.01.2018

„Richtig gefeiert wird später“, sagt Hans Zipperer. Das lasse sich für Familie und Freunde besser einrichten. Im Hause Zipperer in Uttenhofen wird heute aber das Telefon kaum stillstehen: Hans Zipperer wird 70 Jahre alt. Zwölf Jahre lang hat er den SPD-Kreisverband geführt, 18 Jahre lang war er Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, 2015 erhielt er die Willy-Brandt-Medaille. „Ein Fels in der Brandung der Kreis-SPD“, sagt SPD-Kreisvorsitzender Nikolaos Sakellariou über ihn. Zipperers Kernkompetenzen: „Nerven wie Drahtseile, humorvolle Gelassenheit und eine vorbildliche Haltung.“

Vor rund zwei Jahren zog sich Zipperer zurück: „Meine aktive Zeit ist vorbei, jetzt müssen die Jungen ran.“ Er beobachte nun er aus der „Altersdistanz“. Das klingt nach Altersmilde, täuscht aber: Er hält die große Koalition für einen Fehler – „das muss jetzt mal Frau Merkel alleine ausbaden“, sagt er energisch.

Um Hans Zipperer ist es etwas ruhiger geworden. Wie es ihm geht? „Sehr gemäßigt“, sagt er ehrlich. Wegen einer Nervenerkrankung ist er schlecht zu Fuß. „Aber es wird besser“, erzählt er dankbar davon, wie ihn seine Frau Eva-Maria anspornt. Außerdem ist der Vater zweier erwachsender Kinder ein leidenschaftlicher Leser. Momentan bearbeitet er Gregor Gysis Autobiographie, der nächste Wälzer liegt bereit, „und zwischendurch immer wieder ein Krimi“. Das habe er schon als Lehrer und Schulleiter so gehalten. Hans Zipperer wurde im unterfränkischen Marktbreit geboren. Nach dem Studium in Würzburg hat er sein Referendariat am Dillmann-Gymnasium in Stuttgart absolviert. Am Haller Gymnasium bei St. Michael hat er 32 Jahre lang unterrichtet, war dort Verbindungslehrer, zwölf Jahre Personalratsvorsitzender und 14 Jahre lang Fachberater beim Oberschulamt Stuttgart für Geschichte und Gemeinschaftskunde. Ab Februar 2007 war Zipperer bis zu seinem Ruhestand Schulleiter des Gymnasiums Gerabronn: „Wenn man immer unter CDU-Ministerpräsidenten und CDU-Kultusministern gearbeitet hat und die Urkunde zum 40. Dienstjubiläum dann von Winfried Kretschmann unterschrieben ist“, sagt Zipperer lachend, „das ist schon etwas Besonderers.“

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