Bereits am Freitagabend hat ein 28 Jahre alter Mann einer Polizistin mit einem gezielten Kopfstoß die Nase gebrochen. Einem Polizeibeamten biss der Mann in die Hand. Der Polizist wehrte den Angriff mit einem Schlag ab. Der 28-Jährige war zuvor mit Handfesseln in den Streifenwagen gesetzt worden, weil er ein Ehepaar auf der Straße angegriffen und verletzt hatte.

Die Streifenbesatzung war gegen 20 Uhr gerufen worden, nachdem der unter Alkoholeinfluss stehende Deutsche in der Gaildorfer Straße mit einem 63 Jahre alten Anwohner und dessen 62-jähriger Frau in Streit geraten war. Das Ehepaar hatte auf dem Gehweg Schnee geräumt, als der 28-Jährige vorbeikam. Der Betrunkene hatte dem 63-jährigen Brillenträger ins Gesicht geschlagen und die 62-jährige Ehefrau gegen ein Scheunentor gestoßen. Das Ehepaar war dabei leicht verletzt worden.

Polizistin muss in Fachklinik

Nachdem die alarmierten Beamten eingetroffen waren, wurde der Aggressor in Gewahrsam genommen und in den Streifenwagen verbracht.

Dagegen setzte er sich heftig zur Wehr, wodurch der Streifenwagen leicht beschädigt wurde. Als der 28-Jährige von der Polizeibeamtin erneut angeschnallt werden musste, hatte er dieser einen gezielten Kopfstoß verpasst. Sie musste noch in der Nacht in einer Fachklinik behandelt werden und ist bis auf Weiteres dienst­unfähig. Ihr Kollege wurde leicht verletzt, konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen.

Bei dem 28-Jährigen wurde eine Blutentnahme veranlasst. Er musste die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen. Auf ihn kommt ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung zu.

Polizeipräsident Roland Eisele: „Diese gewalttätigen Über­griffe zeigen einmal mehr die zunehmenden Verrohungstendenzen in unserer Gesellschaft. Wir werden sie mit aller Konsequenz strafrechtlich verfolgen und stehen in engem Austausch mit der Staatsanwaltschaft. Darüber hinaus werden wir auch Schadensersatzansprüche prüfen“, führte er aus.