Reformation Mit Bildern Analphabeten erreichen

Diese Grafik zeigt eine Arche.
Diese Grafik zeigt eine Arche. © Foto: Die Arche Noah zeigt eine Grafik der Ausstellung. Privatfoto
Schwäbisch Hall / swp 27.03.2017
Reformation: Die Ausstellung „eine Bibel für Württemberg“ in St. Michael ist eröffnet. Sie zeigt alte Grafiken.

Dr. Anette Pelizaeus vom landeskirchlichen Archiv erläuterte kürzlich die Ausstellung im Chor von St. Michael. Im Jahr 1564 hat Herzog Christoph von Württemberg auf Bitten des Frankfurter Verlegers Siegmund Feyerabend den Druck einer lutherischen Bibel in Auftrag gegeben. Das zweibändige Bibelwerk besteht aus zwei Bänden, die mit insgesamt 134 kolorierten Holzschnitten ausgestattet waren. Herzog Christoph von Württemberg (1550-1568) bestellte hiervon 200 Exemplare für die evangelischen Kirchen in Württemberg. Der Preis betrug drei Gulden, was dem Jahresgehalt eines Formschneiders entsprach. Alle Exemplare enthalten ein Titelblatt und ein Widmungsbild mit dem Wappen des Herzog Christoph von Württemberg. Damals setzte man auf Bilder, um die Botschaft der Heiligen Schrift möglichst vielen, auch lesensunkundigen Menschen nahezubringen, teilt die evangelische Gemeinde mit.

Der Name Feyerabend ist in Hall kein Unbekannter. Am Haupteingang rechts von St. Michael befindet sich der Grabstein des Stättmeisters Kaspar Feyerabend gestorben 1565. Der Frankfurter Buchdrucker, Verleger und Form-Schneider Siegmund Feyerabend war Großneffe dieses Kaspar Feyerabend aus Hall.

Bereits im Jahr 2012 ist zu dieser Bibel von Herzog Christoph ein anschauliches und umfangreiches Werk erschienen, in dem alle 134 Illustrationen enthalten sind. Dieses Werk von Anette Pelizaeus liegt in der Zeit der Ausstellung bis 22. April zur Einsichtnahme in St. Michael aus.

Info Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Kirche St. Michael zu sehen: Montag 12 bis 17 Uhr; Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.

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