Tour der Rolling Stones Mick Jagger übernachtet in Hohenlohe

Mick Jagger signiert eines seiner Alben.
Mick Jagger signiert eines seiner Alben. © Foto: Jürgen Kümmerle
Zweiflingen / Jürgen Kümmerle und Heike Kinkopf 04.07.2018
Fans können ihr Glück kaum fassen: Mick Jagger genießt im Schlosshotel Friedrichsruhe die Abgeschiedenheit.

Engelsgleich gleitet Mick Jagger im Helikopter in den strahlend blauen Hohenloher Sommerhimmel davon. Die Arbeit ist getan. Am Abend zuvor hatte er mit den Rolling Stones im Stuttgarter Stadion ein Konzert gegeben.

Anders als seine Musikerkollegen, die dem Vernehmen nach im Hotel Le Méridien in Stuttgart abgestiegen sein sollen, bevorzugt Jagger das Luxusressort Wald- und Schlosshotel in Friedrichsruhe. Und so ganz ließ sich dessen Anwesenheit nicht verheimlichen. Rund 30 Menschen stehen Sonntagnachmittag an einem zu einem Helikopterlandeplatz umfunktionierten Sportplatz und warten auf den Megastar. Unter ihnen sind Hans Herrmann (66) und Helmut Krebs (63) aus Neuenstein. „Zusammen haben wir 30 Konzerte besucht“, sagt Krebs. Mit leichtem Gang kommt Jagger zu den wartenden Fans. „Hey guys“, grüßt er die Schar. „Die Stones haben eine Ausstrahlung, der ich mich nicht entziehen kann“, sagt Susanne Pfledderer (63) aus Öhringen.

„Absolut unkomplizierter Gast“

Jagger ist nicht der erste prominente Gast im Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe. Doch selbst für Geschäftsführer Jürgen Wegmann ist der 74-Jährige „eine große Nummer“. Vor Monaten schon unterschrieb Wegmann eine Verschwiegenheitsklausel. Absolutes Stillschweigen sei vereinbart worden. Ein 18-seitiges Papier mit Instruktionen hat der Hotelchef erhalten. Die Wünsche betrafen technische Fragen, Speisen und Getränke oder den Roomservice. Den Star erlebt der Geschäftsführer als sehr zurückhaltend, ein „absolut unkomplizierter Gast“. Und ein ernährungsbewusster obendrein, so Wegmann. Klar: Wer mit über 70 die Bühne rockt, der braucht eine Top-Kondition.

Am Freitagabend 18 Uhr ist Jagger angereist. Acht Crew-Mitglieder begleiteten ihn, dazu Security. Warum Jagger nach Zweiflingen kam? „Ich denke, das Objekt war entscheidend“, sagt Wegmann. „Er geht gern spazieren. Er liebt die Ruhe und die Natur.“ Das Schlosshotel mit einem 4,5 Hek­tar großen Gelände hat dem Musiker genau das geboten.

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