Michelbach Michelbach will Tourismus ankurbeln

Die Bäume spenden den Wohnmobilisten Schatten.
Die Bäume spenden den Wohnmobilisten Schatten. © Foto: Sigrid Bauer
Michelbach / Von Sigrid Bauer 07.06.2018
Seit Frühjahr 2017 gibt es an der Rudolf-Then-Halle zwei Wohnmobilstellplätze. Die Gäste schätzen das kostenlose Angebot mit Strom und Wasser.

Schon zeitig im Jahr sind die Plätze auf dem Parkplatz der Michelbacher Veranstaltungshalle immer wieder von ein oder zwei Wohnmobilen belegt. „Meistens kommen die Leute am Wochenende, aber auch unter der Woche haben wir hier Besucher“, stellt Michael Helbig fest. Helbig ist Hausmeister der Michelbacher Rudolf-Then-Halle und betreut ehrenamtlich gemeinsam mit einem Bauhofkollegen die Stellplätze außerhalb seiner Arbeitszeit. „Ich bin selber Wohnmobilist“, begründet er sein Engagement. Das kommt sehr gut an, wie die Rezensionen auf einem Portal im Internet zeigen. „Netter und zuvorkommender Hausmeister“, „Informationen bekommt man von den Mitarbeitern der Gemeinde sogar ans Wohnmobil gebracht“, heißt es da etwa.

„Die Radwanderkarten und Flyer unserer Gemeinde sind begehrt, die Leute kommen ja überwiegend zum Wandern und Radfahren“, bestätigt Helbig. Im Gespräch mit den Gästen bekomme er auch überwiegend positive Resonanz zu hören.

„Unser Stellplatzangebot ist gut angelaufen und hat sich positiv entwickelt“, meint Bürgermeister Werner Dörr zufrieden. Die Gemeinde stellt die Plätze mit Wasser- und Stromanschluss kostenlos zur Verfügung. „Eine Abrechnung wäre viel zu aufwendig, wegen der paar Euro lohnt sich das nicht“, winkt Dörr ab. Es gehe vor allem darum, dass die Besucher Michelbach und Umgebung kennenlernen und dabei auch einkaufen oder zum Essen gehen. „Ein bisschen den Tourismus in unserer schönen Gemeinde ankurbeln“, meint er.

Die meisten Urlauber bleiben nur für eine Nacht, manchem gefällt der Platz im idyllischen Grün aber auch so gut, dass er länger bleibt. „Wir hatten schon Gäste, die das zweite oder dritte Mal in Michelbach sind“, hat Dörr bemerkt. Kürzlich hätten wegen der Sperrung der B 19 sogar zeitweise drei oder vier Wohnmobile über Nacht geparkt, berichtet Helbig. Wie erfolgreich der Platz ist, lässt sich an den Zahlen ablesen. Von September bis Jahresende 2016 waren es zehn Wohnmobile; im Jahr 2017 schon 35 und in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bereits 35.

Laut Bürgermeister Werner Dörr plant die Gemeinde, die Stellplätze zu verlegen und zwar auf den Parkplatz direkt bei der Schwimmhalle, wo der Gemeinde eine Wiese gehört. „Die Haller Stadtwerke wollen dort eine E-Tankstelle einrichten. In dem Zug würden wir Wasser und Strom für zwei oder drei Wohnmobilstellplätze verlegen lassen“, erklärt Dörr.

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