Kirchberg Menschenretter auf dem Trockenen

Ein Crewmitglied der „Iuventa“.
Ein Crewmitglied der „Iuventa“. © Foto: Hannegreth Grundmann
Kirchberg / swp 10.11.2018
Ein Kapitän berichtet über die Mittelmeermission – Filmgespräch im Kino Klappe.

Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 die Initiative „Jugend rettet“, weil sie der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer nicht länger untätig zusehen will. Sie kauft einen Fischkutter, baut ihn für die Seenotrettung um und tauft ihn auf den Namen „Iuventa“. 2016 sticht das Schiff in See und bewahrt mehrere Tausend Menschen vor dem Ertrinken. Mit dabei ist Jonas Buja, der im Anschluss an die Filmvorführung am Donnerstag, 15. November, im Kino Klappe über seine Einsätze sprechen wird.

Der 26-jährige Kapitän der Iuventa bezieht seine Motivation aus seinem christlichen Glauben: „Als Gottes Geschöpf hat jeder ein Recht darauf, gerettet zu werden – auch schiffbrüchige Flüchtlinge“, lautet sein Credo. Die bewegende Geschichte des Seenotrettungsschiffs Iuventa wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten, der die jungen Protagonisten über ein Jahr lang begleitet hat. Der Dokumentarfilm Iuventa beginnt mit der ersten Mission des Schiffs und beobachtet die jungen Retter, die voller Tatendrang und Optimismus Menschen das Leben retten. Nach einem Jahr Einsatz bekommt die Iuventa juristische Probleme und muss die Rettungsmissionen beenden.

Ein Thema des Films ist die Frage, ob die privaten Retter durch ihre Präsenz den Schleppern nicht einen Teil der Arbeit abnehmen. Buja entgegnet: „Es war schon immer klar, dass das nicht stimmt. Die Leute kommen trotzdem. Und der Juli war der Monat, in dem seit langem am meisten Menschen ertrunken sind.“

Info

Die Dokumentation Iuventa läuft am Donnerstag, 15. November (mit anschließendem Gespräch mit Kapitän Buja), Samstag, 17.11. sowie Mittwoch, 21.11. jeweils um 20.30 Uhr sowie am Freitag, 16.11. und Sonntag. 18.11. jeweils um 18 Uhr.

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