Stadtplanung Vellberg soll mehr Gewerbe-Flächen kriegen

Vellberg-Talheim / Sigrid Bauer 13.06.2018
Das bestehende Gewerbegebiet in Talheim westlich der L 1040 zwischen Vellberg und Großaltdorf ist voll belegt.

Auf den vor zwei Jahren noch freien Flächen am südlichen Ende des Gewerbegebiets Talheim sind inzwischen die neuen Gebäude für die Vellberger Feuerwehr und den Bauhof entstanden. Die noch freien Flächen im Norden des Industriegebiets sind für die Schmitt-Gruppe als Erweiterung reserviert. Damit sind alle Gewerbeflächen belegt. Deshalb möchte die Stadt in Talheim weitere Flächen für Gewerbe erschließen.

„Aber darüber müssen wir erst mit dem Regionalverband verhandeln“, stellt Bürgermeisterin Ute Zoll klar. Rund zwölf Hektar stellt sich die Stadt vor. Das wäre dann etwa ein Drittel der bestehenden Gewerbefläche westlich der L 1040. „Wir möchten die Flächen für örtliche Betriebe, die erweitern wollen, bereitstellen“, erklärt Zoll. Interessenten gebe es aber bisher keine.

Grundsätzlich entscheidet der Regionalverband Heilbronn-Franken darüber, ob eine Kommune überhaupt Gewerbeflächen bekommt und in welchem Umfang.

Ob es also bei den zwölf Hektar bleibt oder ob sich Vellberg mit weniger begnügen muss, ist noch offen. „Wir als Stadt müssen also schauen, ob sich unser Vorschlag mit den Zielen des Regionalplans vereinbaren lässt“, erklärt Zoll. Wenn sie aus Heilbronn eine Zusage bekommt, muss auch noch der  Gemeindeverwaltungsverband der drei Kommunen Ilshofen, Vellberg und Wolpertshausen mit der Planung einverstanden sein. Danach könnte das geplante Gewerbegebiet in den Flächennutzungsplan (FNP) aufgenommen werden. „Die Genehmigung des FNP durch das Haller Landratsamt ist dann nur noch Formsache“, so Zoll.

Doch so weit ist es noch lange nicht. Denn erst in seiner Mai-Sitzung hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, das anvisierte Gebiet in Talheim untersuchen und prüfen zu lassen, ob dort Gewerbeflächen realisiert werden können. Auch Ute Zolls Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern stehen noch aus, denn die Flächen sind bisher nicht im Besitz der Stadt.