Schwäbisch Hall Mehr Erkältungen

Schwäbisch Hall / SWP 04.11.2014

Seit 2007 hat die Zahl der Atemwegserkrankungen im Land um 15,3 Prozent zugenommen, so die AOK. Knapp 1,2 Millionen Versicherte der AOK Baden-Württemberg waren deswegen 2013 in ärztlicher Behandlung. Heilbronn-Franken verzeichnete im vergangenen Jahr mit 115985 Betroffenen den zweithöchsten Wert aller Regionen im Land. Die Zahlen der AOK würden als repräsentativ gelten, da fast jeder Zweite im Südwesten dort krankenversichert sei, so die Krankenkasse.

Der ansteigende Trend während der vergangenen sieben Jahre sei unverkennbar, obwohl einzelne Schwankungen extrem witterungsabhängig seien. Im Landkreis Schwäbisch Hall ließen sich 2013 insgesamt 29633 AOK-Versicherte wegen Erkältungskrankheiten behandeln (gegenüber 25170 Patienten in 2012, 24492 in 2011 und 23978 in 2007). Da viele Menschen wegen Schnupfen nicht zum Arzt gingen, sei die "Dunkelziffer" der Betroffenen noch wesentlich höher einzuschätzen.

Bezüglich der Altersverteilung falle auf, dass jährlich rund 85 Prozent aller Säuglinge unter Erkrankungen der oberen Atemwege leiden. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien es 42 Prozent und bei den über 75-Jährigen nur noch zehn Prozent. Die Erkrankungsrate sei mit zunehmendem Alter stark fallend.

Zur Vermeidung einer durch Schnupfenviren ausgelösten Erkältung rät Dr. Sabine Knapstein: "Häufiges Händewaschen, engen Körperkontakt mit Erkrankten vermeiden, viel trinken und frisches Obst essen". Die Ärztin weiter: "Betroffene sollten viel schlafen. Bei Atemnot oder anhaltendem Fieber sollte der Hausarzt aufgesucht werden."

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