Manz Manz' Solarbereich wächst

Schwäbisch Hall / JÜRGEN STEGMAIER 27.11.2014
Der Maschinenbauer Manz kündigt in seinem Neun-Monats-Bericht an, an der Weiterentwicklung der Solartechnologie festzuhalten. In Hessental entwickelt Manz Maschinen, die Dünnschicht-Solarzellen fertigen.

Die Marktsituation in der Solarbranche scheint sich deutlich zu verbessern. Wie Manz in seinem Neun-Monatsbericht betont, gehen die 20 weltweit führenden Fotovoltaik-Modulhersteller davon aus, dass die Neuinstallation zum Jahresende weltweit deutlich anziehen wird. Das Marktforschungsinstitut NPD Solarbuzz hat ermittelt, dass der Maschinenbau in der Solarbranche ein Umsatzpotenzial von rund 10 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2017 hat. Dabei bleibe der Markt für kristalline Solarzellen führend, allerdings gewinne die Dünnschicht-Technologie weiter an Bedeutung.

Auch Manz geht davon aus, dass in diesem Bereich in China, im mittleren Osten sowie in Südamerika bemerkenswert investiert wird. Die AG entwickelt, fertigt und konfiguriert in ihrem Werk in Hessental Maschinen, mit denen Dünnschicht-Solarmodule hergestellt werden. Der Maschinenbauer, der seinen Hauptsitz in Reutlingen hat, betont in seinem Geschäftsbericht das "einmalige Know-how des weltweit größten Expertenteams auf die CIGS-Dünnschichttechnologie."

Solar ist der kleinste von drei Geschäftsbereichen

Nach wie vor sieht Manz die Möglichkeit, schon bald die erste schlüsselfertige Produktionslinie zur Fertigung von CIGS-Dünnschichtmodulen zu verkaufen. Dies sei noch in diesem Jahr möglich, könne sich aber auch ins erste Quartal 2015 verschieben. Je nach Kapazität schlage sich ein solches Geschäft mit einem Umsatz von 50 bis 350 Millionen Euro in der Bilanz nieder.

Nach Display und Battery ist Solar der dritte und kleinste Bereich innerhalb der Manz-Gruppe. Die Solarsparte erwirtschaftete von Januar bis September 2014 9,3 Millionen Euro. Das sind 1,8 Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die gesamte Manz-Gruppe erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Rekordumsatz von mehr als 250 Millionen Euro. Damit hat Manz bereits sein Umsatz-Ziel für das Jahr 2014 erreicht. Das neue Umsatzziel bis zum Jahresende gibt Manz mit 280 bis 300 Millionen Euro an.

Das Vorsteuerergebnis weißt die Aktiengesellschaft mit 1,5 Millionen Euro aus. Belastet ist dieses Vorsteuerergebnis (Ebit - earnings before interest and taxes) nach Angaben des Unternehmens einerseits durch hohe Investitionen in die Weiterentwicklung der Solartechnologie. Anderseits entfielen die Zuwendungen in Höhe von 4,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem 2012 übernommenen Entwicklungsstandort von Würth-Solar in Hessental. Vorstandschef, Gründer und Hauptaktionär Dieter Manz betont, dass er ein positives Ergebnis klar im Blick habe.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel