Wolpertshausen Manege frei für 80 Grundschüler

Die Wolpertshausener Kinder werden sich bei dem Zirkusprojekt auch mit Bodenakrobatik versuchen können.
Die Wolpertshausener Kinder werden sich bei dem Zirkusprojekt auch mit Bodenakrobatik versuchen können. © Foto: Privat
Wolpertshausen / Elisabeth Schweikert 17.05.2018
In Wolpertshausen proben die Kinder der örtlichen Schule vier Tage lang Jonglieren, Seiltanzen oder Clown sein.

Die Plakate sind schon gedruckt, die Kinder freuen sich, berichtet Brigitte Gronbach, Leiterin der Grundschule Wolpertshausen: In der Woche vor dem Heimatfest (8. bis 10. Juni) wird der Zirkus Piccolo, der in Eckartshausen bei der Familie Riedesel sein Dauerquartier hat, mit den zirka 80 Kindern der Grundschule  Zirkusnummern einstudieren. Das Gelernte sollen die Kinder dann am Samstag, 9. Juni, 16 Uhr, beim Heimatfest aufführen. „Beim Festsonntag werden die Kinder geschminkt, bekommen Zirkusrequisiten und können als Zirkusschule am Festumzug teilnehmen“, erzählt Gronbach weiter.

Am Montag, 4. Juni, wird das zweimastige Zirkuszelt aufgebaut, die Proben starten am Dienstag. Wie Janina Riedesel-Köllner, Mitglied der Eckartshäuser Zirkusfamilie, berichtet, ist die Familie Riedesel bereits seit vier Jahren vor allem im Raum Stuttgart in Schulen unterwegs und führt Zirkusprojekte durch. Auch auf dem Internetportal des Kultusministeriums werde über diesen Zirkus informiert, berichtet Gronbach. Die Familie besteht aus vier Artisten, die jeweils die Schülergruppen betreuen und anleiten. Janina Ried­esel-Köllner (25) macht mit den Kindern Bodenakrobatik und Übungen mit dem Hula-Hoop-Reifen.  Ihr Mann André (30) ist Trapezkünstler und Clown. Schwager Silvio Riedesel (28) jongliert, und Schwiegermutter  Georgina Riedesel (50) tanzt auf dem Seil.

„Wir stellen den Kindern zunächst vor, was wir alles machen und lehren wollen, dann kann sich jedes Kind entscheiden, was es machen möchte“, so Janina Riedesel-Köllner. Bei den Schulprojekten der vergangenen Jahre hat sie erlebt, „dass es unter den Kindern ganz große Talente gibt. Viele wachsen dabei über sich hinaus.“

Unterstützung durch Banken

Auch Brigitte Gronbach hat hohe Erwartungen an die Woche: Wenn ein Kind beispielsweise schlecht in Deutsch ist, aber sich gut auf dem Trampolin bewegt, werde es durch diese Zirkuswoche auch in Deutsch profitieren. Das Kind werde selbstbewusster – es traue sich dann auch sprachlich mehr zu.

Ermöglicht wird die Aktion durch Zuschüsse der VR-Bank (2000 Euro), der Sparkassenstiftung (1000 Euro) und vom Freundeskreis der Grundschule (1000 Euro).

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