Vom fernen Südafrika aus verfolgen Hans-Adolf und Sabine Bode das Geschehen in Mainhardt. Der jüngste Bericht über das Schneeräumen auf der Gemarkung Mainhardt und der starke Schneefall in den Alpen sind für ihn Anlass, an die 1950er-Jahre zu erinnern. Er schreibt: „Es wird über den vielen Schnee geredet, aber ganz und gar kein einmaliges Ereignis. Ich kann mich erinnern, es müsste um 1950 gewesen sein. In und um Mainhardt lag Schnee und nochmals Schnee. Vor dem Gasthof Stern wurde eine riesige Schneeburg von den Kindern gebaut.

Auch der Hohlweg nach Mainhardt war komplett zugeweht. Um die Straße vor allem für den Busverkehr frei zu machen, waren alle männlichen Mainhardter aufgerufen, sich mit Schaufel und Spaten zur Räumung der Straße einzufinden. Bekannt gemacht wurde das vom Ortsbüttel Schlipf, der mit Glocke durch den Ort zog, um die Mainhardter aufzufordern, zu helfen. Ich meine, es war damals sogar Bürgerpflicht, die einen verpflichtete, bei solchen Aktionen dabei zu sein. Um die Wege zu den verschiedenen Gehöften und Ortsteilen wenigstens halbwegs frei zu machen, gab es den Schnee-Schleif-Schlitten. Pferde vom Stern und vom Hof Bacher zogen diesen Schlitten. Ein Riesenspaß war es, auf diesem Schlitten mitfahren zu dürfen.“

Wie Hans-Adolf Bode berichtet, ist es in Südafrika bei Durban aktuell bis 32 Grad warm, der Pool im Garten weise 30 Grad auf. Bode (84) ist in Mainhardt aufgewachsen und betrieb in Böblingen eine Tanzschule. 1997 reisten er und seine Frau erstmalig nach Südafrika und engagierten sich im Jabulani-Selbsthilfe-Zentrum, das Menschen in den Townships unterstützt. Als das Paar in der Nähe ein Haus günstig angeboten bekam, verlegte es seinen Hauptwohnsitz vom Schwäbischen nach Südafrika. Im Jabulani-­Zentrum helfen sie zweimal die Woche mit.

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