Schwäbisch Hall Mahnwache am Samstag auf dem Grasmarkt mit "Die Bandbreite"

Die Band "Die Bandbreite" aus Duisburg tritt am Samstag, 14 Uhr, auf dem Haller Grasmarkt auf. Privatfoto
Die Band "Die Bandbreite" aus Duisburg tritt am Samstag, 14 Uhr, auf dem Haller Grasmarkt auf. Privatfoto
Schwäbisch Hall / THUMI 14.11.2014
Auf dem Grasmarkt soll am Samstag, 14 Uhr, eine Friedensmahnwache gehalten werden. Die Duisburger Band "Die Bandbreite" hat sich angekündigt. Das sorgt für Kritik aus linken Kreisen.

"Wir sind Bürger aus Würzburg und Umgebung, die die Bedrohungen für den Frieden besorgt wahrnehmen", schreibt die Initiative für die Haller Friedensmahnwache auf ihrer Facebookseite. Am Samstag, 14 Uhr, planen sie eine Aktion auf dem Haller Grasmarkt - nach dem Vorbild der Friedensmahnwachen in Berlin. "Wir sind keine Partei, wir sind keine Organisation, wir sind Bürger dieses Landes aller Farben und aller Denkweisen", verkünden die Aktivisten.

Die Gruppe sehe alle Menschen als gleichberechtigt an, egal welcher Herkunft, politischer Überzeugung oder Religion sie angehörten. "Wir distanzieren uns von jeder Art Antisemitismus, Volksverhetzung, Gewaltaufrufen, Rechtspopulismus oder irrsinnigen Verschwörungstheorien!"

Das hat Sonja Nijstöm zum Anlass genommen, einen Leserbrief zu schreiben: "So waren wir verwundert, als wir vom Auftritt der Band "Die Bandbreite" auf Facebook gelesen haben und möchten hiermit die Veranstalter, sowie unsere Mitbürger auf das wahre Gesicht der Band hinweisen."

Die Duisburger Formation, die auf einer Vielzahl von Friedensmahnwachen bundesweit auftritt - zum Teil auch kostenlos - steht in der Kritik. Auf mehreren Plattformen wird das Duo beschuldigt, antisemitische, homophobe, sexistische und frauenfeindliche Strophen zu rappen. Zudem verbreite die Gruppe Verschwörungstheorien, unter anderem zum Zweiten Weltkrieg. Die Gruppe, die mit ihrem Polit-Pop Interesse für aktuelle Themen wecken will, wird gar aus rechten Kreisen gelobt. "Wir fordern hiermit, dass der Auftritt der Band abgesagt wird", schreibt Nijström in ihrem Brief.

Margit Neuhäuser-Schmitz von den Veranstaltern wehrt sich gegen die Kritik. Es gäbe Kräfte, "teilweise aus linksorientierten Kreisen, aber auch aus dem sogenannten Antifa-Bereich, welche versuchen, die Aktivisten der Friedensmahnwachen mit den üblichen Totschlagsargumenten von antisemitisch, neurechts, esoterisch bis hin zu Verschwörungstheorien verbreitend zu brandmarken".

Die Mahnwachen in Berlin standen unter anderem in der Kritik, da mehrfach rechtspopulistische Redner aufgetreten waren. Die Veranstalter der Haller Aktion befürchten nun Aktionen der Antifa.

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