Schwäbisch Hall Deutscher Boxer-Champion aus Gailenkirchen

Der Star unter den Boxerrüden ist Champion „Samaro vom Eisbachtal“. Er liegt rechts. In der Mitte macht es sich Zuchthündin „Aponi vom Eisbach“ bequem. Züchterin Elke Wülk aus Gailenkirchen ist stolz auf ihre Vierbeiner.
Der Star unter den Boxerrüden ist Champion „Samaro vom Eisbachtal“. Er liegt rechts. In der Mitte macht es sich Zuchthündin „Aponi vom Eisbach“ bequem. Züchterin Elke Wülk aus Gailenkirchen ist stolz auf ihre Vierbeiner. © Foto: privat
Schwäbisch Hall / Johanna Horlacher 11.06.2018
Ein Mister Germany unter den Boxerhunden ist in Gailenkirchen zuhause.

An der Wand im Esszimmer hängt ein großes gemaltes Bild mit drei Boxerhundköpfen. Es wirkt eindrucksvoll – denn die drei Hunde strahlen Charakter und Würde aus. In der Ecke des Zimmers steht ein kleiner sofaähnlicher Ruheplatz, genau passend für Mutter und Sohn – in diesem Fall für „Aponi vom Eisbach“ und „Samaro vom Eisbachtal“. Keine Frage, hier lebt eine Familie mit Hunden – oder Hunde mit ihrer Familie.

Das jüngste Familienmitglied, der dreijährige Boxerrüde Samaro, hat es kürzlich zu besonderem Ruhm gebracht: Er wurde Deutscher Champion VDH 
(Verband für das Deutsche Hundewesen). Darauf ist seine Besitzerin und Züchterin Elke Wülk aus Gailenkirchen richtig stolz. Bis man, beziehungsweise Hund, diese hohe Auszeichnung erhält, ist es ein steiniger Weg, auf dem einige Hürden überwunden werden müssen. „Der Hund muss mindestens an fünf unterschiedlichen Ausstellungen bei drei verschiedenen Richtern der Beste seiner Klasse sein und darüber hinaus auch vom Richter die nötige Anwartschaft auf den Titel VDH-CH bekommen. Die erste und letzte dieser Anwartschaften müssen ein Jahr auseinander liegen, wodurch eine konstante Qualität des Zuchthundes bewiesen wird“, erklärt Elke Wülk mit viel Fachkenntnis. Sie ist beim Boxerclub Hohenlohe Zuchtwartin.

Ihre Liebe zu Hunden besteht schon seit ihrer Kindheit. „Wir hatten immer Mischlingshunde“, erzählt die 52-Jährige. Gegen Boxerhunde hatte sie ursprünglich Vorbehalte. Das waren für sie „eher etwas unschöne sabbernde Vertreter einer Hunderasse“. Gerade diese wurden allerdings in der Familie von Elke Wülks Ehemann Michael gezüchtet. „So war dann unser erster gemeinsamer Hund Boxerrüde Jakim, den wir von der Schwiegermutter übernahmen“, erklärt sie und fügt lachend an, dass damit die Geschichte einer großen Liebe zu dieser Rasse begann.

Da Jakim bei der Übernahme bereits 16 Monate alt und noch unerzogen war, befasste sich die gelernte Fachinformatikerin mit der Hundeausbildung. So kam sie Mitte der 90er-Jahre zum Boxerclub in Schwäbisch Hall am Luckenbacher See und entwickelte eine große Leidenschaft zur Hundeausbildung und Boxerzucht. „Viel Unterstützung erhielt ich durch den erfahrenen Boxerzüchter Helmut Kurz aus Sulzbach-Laufen“, den Elke Wülk als ihren Mentor bezeichnet.

Im April 2009 übernahm sie von Züchter Helmut Kurz den eingetragenen Zwingernamen „vom Eisbachtal“. Kurz züchtete unter dem Namen „vom Eisbach“ noch zwei  Würfe, bevor er seine Zucht dann aber einstellte.
 „Aus dem ersten dieser Würfe stammt meine Zuchthündin Aponi vom Eisbach, Mama von vier erfolgreichen Würfen und 
Mutter vom Deutschen Champion „Samaro vom Eisbachtal“, erklärt Elke Wülk die Verwandtschaftsverhältnisse.

Gewissenhafte Züchter legen Wert auf eine gute Auswahl der Elterntiere, betont die Züchterin. Alle Zuchttiere haben gute Ergebnisse in den Boxer-relevanten Untersuchungen  für 
Herz, Hüfte und Wirbelsäule.

Ebenso verfügen alle zur Zucht eingesetzten Boxer über eine Ausdauerprüfung, das heißt 20 Kilometer am Fahrrad laufen, außerdem müssen sie einen Wesens- und Formwerttest sowie die Zuchttauglichkeitsprüfung bestehen. Hinzu komme, dass einer der beiden Zuchtpartner zusätzlich eine Schutzhundeprüfung vorweisen kann.

Für Elke Wülk ist es selbstverständlich, dass die kleinen Hundewelpen liebevoll im Haus und Garten aufwachsen, sich an Menschen und durch regelmäßige Ausflüge an Autofahrer und Umwelt gewöhnen. So kann sich vom Welpen ein vom Wesen her ausgeglichener und dennoch temperamentvoller Familienhund entwickeln, ist sich Elke Wülk sicher. Sie hat fast zu allen Besitzern ihrer ehemaligen Zöglinge gute Kontakte. „Nur dazu bin ich auf Facebook“, betont sie. Mit einem Klick auf ihrem Laptop erfährt man, dass es einer Halbschwester von Samaro, die in der Schweiz lebt, gut geht. Dass der Champion bei den Boxerdamen jetzt hoch im Kurs steht, versteht sich von selbst. Schon in ein paar Wochen wird der dreijährige Rüde, wenn alles gut geht, zum ersten Mal Hundevater werden. Die Vorfreude ist groß.

www.eisbachtalboxer.de

www.bk-hohenlohe.de

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