Entwicklung Leise Ventilatoren, gute Akustik

Reinhold Würth (links), der Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, informiert sich bei Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender der Ziehl-Abegg SE, über das bionische Konzept der leisen Ventilatoren.
Reinhold Würth (links), der Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, informiert sich bei Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender der Ziehl-Abegg SE, über das bionische Konzept der leisen Ventilatoren. © Foto: ht
Künzelsau / swp 05.10.2018
Das Künzelsauer Unternehmen Ziehl-Abegg sorgt im Carmen-Würth-Forum für eine Klimatechnik, die bei Konzerten und Vorträgen nicht stört.

Das Carmen-Würth-Forum gilt anderthalb Jahre nach seiner Einweihung bereits als herausragender Veranstaltungsort. Der Architekt David Chipperfield hat ein Bauwerk entworfen, das für überregionale Firmen- und Kulturveranstaltungen genutzt wird. Um den akustischen Genuss für die Besucher nicht zu beeinträchtigen, arbeiten hinter den Kulissen extrem leise bionische Ventilatoren von Ziehl-Abegg. Sie bewegen rund 99.000 Kubikmeter Luft pro Stunde.

Ein Schmuckstück im Carmen-­Würth-Forum ist der Reinhold-­Würth-Saal. Selbst Kammermusikkonzerte sind durch die ausgeklügelte Ausgestaltung ohne Verstärker möglich. „Der Konzertsaal bietet die besten akustischen Voraussetzungen für einzigartige Konzerte und ist somit die ideale Heimat der Würth Philharmoniker“, so Professor Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe.

Konzerte sind ohne Verstärkung möglich; der Saal ist für Solisten ebenso geeignet wie für Orchester.

Die Vorgabe an die Klimatechnik war klar: Beste Klimatisierung und Frischluftzufuhr bei gleichzeitig geringster Geräuschentwicklung. Daher arbeiten im Untergeschoss Ventilatoren von Ziehl-Abegg, deren Design auf Erkenntnissen aus der Natur fußt. Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, betont: „Wir freuen uns, mit unseren effizienten und extrem leisen bionischen Ventilatoren zur einzigartigen Akustik im Reinhold-Würth-Saal beitragen zu können.“ Das Design der Ventilatoren weist Merkmale auf, die sich die Entwickler von Ziehl-Abegg bei der Eule und dem Buckelwal abgeschaut haben. „Wir nutzen positive Eigenschaften, welche die Natur in Tausenden von Jahren optimiert hat“, erklärt Fenkl. Auch für die Belüftung des großen Saals sind diese Art von Ventilatoren im Einsatz.

Die große Veranstaltungshalle ist für bis zu 2500 Besucher ausgelegt, rund 600 Plätze gibt es im Kammermusiksaal. 60 Millionen Euro hat die Würth-Gruppe investiert.

Vorbild Eule und Buckelwal

Hinter den Kulissen arbeiten im Kellergeschoss für den Kammermusiksaal zwei Radialventilatoren (Zabluefin) mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern. Sie bewegen 29 000 Kubikmeter Luft pro Stunde. Mit dieser Konstellation wurde der Schalldruck im Zuluftkanal auf 58,1 dB (A) halbiert. Auf dem Dach sitzt die Lüftungsanlage für die große Veranstaltungshalle, dort sind ebenfalls zwei Radialventilatoren Zabluefin, 100 Zentimeter eingesetzt, die pro Stunde 70 000 Kubikmeter Luft umwälzen.

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