Frankenhardt Landkreis führt ab 1. August die grüne Gartentonne ein

Wohin mit Gartengrün? In die braune Gartentonne mit grünem Deckel. Sie wird im Landkreis Hall eingeführt. Daneben steht ein Grünabfallsack.
Wohin mit Gartengrün? In die braune Gartentonne mit grünem Deckel. Sie wird im Landkreis Hall eingeführt. Daneben steht ein Grünabfallsack. © Foto: Landratsamt
CUS 24.07.2014
Das Angebot gibts im Ostalbkreis bereits: Bürger nutzen eine Gartentonne für Gartenabfälle. Der Kreistag brachte in der vergangenen Sitzung die Entsorgung von Gartenabfällen ab Haus auf den Weg.

In letzter Zeit gab es bei der Kreisverwaltung mehrere Anfragen wegen der Abholung von Gartenabfällen, so Landrat Gerhard Bauer in der vergangenen Sitzung des Kreistags in der Sandberghalle in Frankenhardt-Honhardt und erläutert den Sachverhalt. Biomüll könne derzeit ab Haus lediglich in der braunen Tonne entsorgt werden.

Größere Mengen Gartenabfälle können entweder lose oder im 100-Liter-Laubsack zu den Wertstoffhöfen gebracht werden. Am besten würden sich Papiersäcke mit einem Volumen von 70 Litern eignen. Diese könnten zusammen mit dem Bioabfall kompostiert werden. Nachteil sei die Durchfeuchtung bei nassen Bioabfällen und bei Regen. Im Rems-Murr-Kreis werde allerdings der Papiersack bereits seit Längerem eingesetzt und es seien keine größeren Probleme aufgetreten.

"Ein 70-Liter-Sack wird vielen Gartenbesitzern nicht ausreichen. Deshalb könnte neben dem Biomüllsack auch noch eine Gartentonne eingeführt werden", beschreibt die Verwaltung den Sachverhalt. Die grüne Tonne fasse 240 Liter und könnte alle zwei Wochen zusammen mit der braunen Tonne entsorgt werden.

Vorteile: Die Gartentonne wird direkt vor dem Haus geleert, man ist nicht mehr an die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs oder des Grüncontainers gebunden. Der Nutzer spart sich den Weg dorthin, das Auto bleibt sauber und wer die Gartentonne nicht mehr benötigt, der könne diese einfach wieder kostenlos abholen lassen. Zudem: Niemand sei verpflichtet, die Gartentonne zu nutzen.

Im Ostalbkreis beträgt die Jahresgebühr 49,95 Euro (Saisonabfuhr von März bis November). Entsprechende Konditionen könnten auch im Landkreis Schwäbisch Hall angeboten werden, so das Landratsamt. Allerdings sei das Müllsystem im Kreis Hall mengenorientiert. Eine sogenannte Flat-Rate wäre demzufolge ein Systembruch. Die Landkreisverwaltung empfiehlt deshalb eine Tonnengebühr in Höhe von drei Euro pro Leerung, wobei die Leerung per Chip erfasst werden sollte. Preisunterschied gegenüber der braunen Tonne mit einem Volumen von 240 Liter beträgt demnach einen Euro pro Leerung.

Warum ist die Gartentonne im Vergleich zur braunen Tonne um einen Euro günstiger? Der Preisvorteil resultiere aus einem günstigeren Entsorgungspreis für Grünabfälle - 44 Euro pro Tonne gegenüber 75 Euro für Bioabfälle aus der braunen Tonne, informiert die Kreisverwaltung.

Nach der Vorberatung im Ausschuss für Umwelt und Technik stimmt der Kreistag in der vergangenen Sitzung mit einer Gegenstimme zu. Die Gartentonne und die Mitnahme von Gartenabfällen in Säcken bei der Müllabfuhr wird nun auch im Landkreis Schwäbisch Hall möglich sein.

Die Abfallwirtschaftssatzung hat bereits eine neue Fassung bekommen, die ab dem 1. August 2014 in Kraft tritt. In ihr ist die neue Tonne verankert, "als Gartentonne in brauner Farbe mit grünem Deckel". Die Benutzungsgebühr beträgt je Leerung drei Euro für die 240 Liter Tonne. Die vom Landkreis zugelassenen Papier-Säcke für Grünabfälle haben ein Fassungsvermögen von 70 Litern. Die Gebühr für einen 70 Liter Grünabfallsack beträgt 2,50 Euro.