Elektromobilität Ladesäule sichert Weiterfahrt

Einfach die Ladekarte oder das Smartphone an die Ladesäule halten und schon fließt der Strom ins Elektrofahrzeug, erklärt Brigitte Bayer, Kommunalberaterin beim ENBW-Regionalzentrum. Direkt beim Haupteingang der Mehrzweckhalle Wolpertshausen steht die neue Ladestation.
Einfach die Ladekarte oder das Smartphone an die Ladesäule halten und schon fließt der Strom ins Elektrofahrzeug, erklärt Brigitte Bayer, Kommunalberaterin beim ENBW-Regionalzentrum. Direkt beim Haupteingang der Mehrzweckhalle Wolpertshausen steht die neue Ladestation. © Foto: Claudia Kern-Kalinke
Wolpertshausen / Claudia Kern-Kalinke 07.12.2018
Energieversorger EnBW eröffnet Stromtankstelle vor der Mehrzweckhalle in Wolpertshausen.

Die Gemeinde war schon vor Jahren Vorreiter in Sachen erneuerbare Energie. Längst wird in Wolpertshausen mehr Ökostrom erzeugt als verbraucht. Nun freut sich Bürgermeister Jürgen Silberzahn, „dass es endlich geklappt hat, eine Stromtankstelle im Herzen Wolpertshausens einzurichten,“ um damit die Elektromobilität im Ort zu fördern. Auch die Attraktivität der Mehrzweckhalle als Veranstaltungsort werde gesteigert.

Die Finanzierung der Elektroladesäule wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Gefertigt und installiert hat sie die ENBW, die auch für den Betrieb zuständig ist. Darauf machte Brigitte Bayer, Kommunalberaterin beim ENBW-Regionalzentrum Neckar-Franken, aufmerksam. Sie erklärte dem Bürgermeister, einigen Gemeinderäten und interessierten Bürgern, wie das Aufladen der Akkus funktioniert und wie die Stromkosten abgerechnet werden. „Die Ladesäule verfügt über zwei Typ-2-Steckdosen mit maximal 22 Kilowatt Leistung. Ein komplett leerer Smart kann binnen einer Stunde aufgeladen werden.“ Das Kabel müssen die Elektrofahrer selbst mitbringen. Sie warnte aber die Nutzer, dass sich die Kosten nach der Zeit richten, die das Fahrzeug an der Ladestation hängt: „Fünf Cent pro Minute, auch wenn der Akku schon ganz aufgeladen ist.“ Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer die Steckdosen länger als nötig blockieren. Zwei haushaltsübliche Schukosteckdosen zum Aufladen von E-Bikes gibt es ebenfalls. Hier zahlt man einen Cent pro Minute. Bargeldlos per Karte, Chip oder Smartphone wird der Strom bezahlt.

Die dafür geeignete ENBW-mobility+-App sei kostenfrei downloadbar. Damit könne der Ladevorgang gestartet, beendet und bezahlt werden wie mit der speziellen Ladekarte, die bei der ENBW angefordert werden kann. Beides funktioniere nicht nur in Wolpertshausen, sondern an über 16 000 Ladepunkten in Deutschland und Europa.Tilmann Bauer, Geschäftsführer der Hohenloher Energieversorgung, einer 100-prozentigen Tochter der ENBW, sagt der Elektromobilität eine bessere Zukunft voraus als Erdgasfahrzeugen, für die vor zehn Jahren etliche Tankstellen eingerichtet wurden. „Die Erdgaseuphorie ist bald verflogen.“ Er lobte Bürgermeister Silberzahn und den Gemeinderat für den Weitblick, auf Elektromobilität zu setzen.

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