Kupferzell Kupferzeller Pfarrer-Mayer-Gesellschaft steckt die nächsten Ziele ab

Mayers Geburtshaus in Herbsthausen um 1920.
Mayers Geburtshaus in Herbsthausen um 1920. © Foto: Sammlung Kroneisen
SWP 06.05.2015
Der Vorstand der neu gebildeten Pfarrer-Mayer-Gesellschaft zu Kupferzell hat sich vor einigen Tagen zu seiner zweiten Sitzung getroffen.

Diesmal fand die Sitzung nicht in Kupferzell, dem Sitz der Gesellschaft, sondern in Herbsthausen bei Bad Mergentheim statt. Die Gesellschaftsmitglieder trafen sich im dortigen Geburtshaus des "Gypsapostels", wie ihn der erste Leiter der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim, Johann Nepomuk von Schwerz, in durchaus ehrenvoller Absicht einst apostrophiert hatte.

Der Brauereigasthof "Schwanen" ist in Händen der Bierbrauerfamilie Wunderlich, dessen Seniorchef nun auch die finanziellen Geschicke der Pfarrer-Mayer-Gesellschaft leitet. Klaus Wunderlich führte seine Vorstandskollegen durch die Gasträume und gewährte auch einen Blick in das kostbare Gästebuch, das normalerweise im Tresor lagert. Dort hatte sich 1920 auch Zar Ferdinand I., der bulgarische Exkönig und Verbündete Kaiser Wilhelms im Ersten Weltkrieg, für Mayers Herkunft interessiert und eingetragen.

Der Vorstand setzte sich gegenseitig über die laufenden Projekte ins Bild: Auf der Kupferzeller Ebene soll ein Pfarrer-Mayer-Radweg zu einigen wichtigen Stationen mit Verbindung zu Mayers Lebenswerk führen. Eine Website der Gesellschaft ist ebenso im Aufbau wie eine Beschreibung des denkmalgeschützten alten Kupferzeller Pfarrhauses, in dem Mayer 53 Jahre lang amtiert hat und in dem seine 15 Kinder von seiner Frau Anna Charlotte geboren wurden. Sieben von ihnen sind früh verstorben.

Ein Münchner Rechtsanwalt hält es sich zugute, ein Nachfahre Mayers zu sein. So sucht die Gesellschaft auch eine Person mit Leidenschaft und Ausdauer, die sich der Familiengeschichte Mayers mit all ihren Verzweigungen widmen kann.

Mayers Verdienste um die Hohenloher Landwirtschaft sollen nicht nur an der Kupferzeller Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell Vermittlung finden, sondern auch wieder im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen etabliert werden. Ferner sind Vorträge im Kupferzeller Raum geplant.

Der Vorstand zeigte sich erfreut über den stetigen Mitgliederzuwachs in den vergangenen Monaten: So sind der Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems wie auch die Gemeinde Kupferzell und die Johann-Friedrich-Mayer-Schule der Gesellschaft als fördernde Mitglieder beigetreten.

Der Vorsitzende der Gesellschaft, Heiner Werner aus Vellberg schloss den Abend mit der Bemerkung, Mayer sei "ein Pfund, mit dem nicht nur Kupferzell, sondern der ganze Hohenloher Raum wuchern muss".