Schwäbisch Hall Kunst zum Nachdenken

Dieses Werk von Lucas Krauß soll in Épinal überreicht werden. Die drei Gesichter sind hauptsächlich in den französichen Nationalfarben gehalten.
Dieses Werk von Lucas Krauß soll in Épinal überreicht werden. Die drei Gesichter sind hauptsächlich in den französichen Nationalfarben gehalten. © Foto: Ralf Snurawa
Schwäbisch Hall / RALF SNURAWA 26.11.2014
Um die Städtepartnerschaft ging es bei einem von der Stadt initiierten Kunstwettbewerb unter ehemaligen Studierenden der Haller Akademie der Künste. Das Gewinnerbild wird im Dezember in Épinal überreicht.

Ihre 50-jährige Städtepartnerschaft feiern Épinal und Schwäbisch Hall in diesem Jahr. Zur Jubiläumsfeier am 5. Dezember in Épinal fehlte bisher ein geeignetes Präsent. Man besann sich angesichts der "Images d'Épinal" - im 19. Jahrhundert vor allem durch den in Épinal gebürtigen Jean-Charles Pellerin bekannt geworden - auf Bilder.

Die Förderung von jungen Künstlern war dabei ein Gedanke. So kam man auf die Haller Akademie der Künste. Unter ehemaligen Studierenden, die dort eine Bewerbungsmappe für weiterführende Akademien erstellt hatten, wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Vor 14 Tagen fand die Jury-Sitzung statt, die Akademieleiter Michael Klenk wegen des Tiefgangs bei der Diskussion als bemerkenswert empfand.

Dabei habe man sich, so OB Hermann-Josef Pelgrim bei der Preisübergabe letzte Woche, vor allem von den Farbkombinationen auf Lucas Krauß' Bild mit drei Gesichtern beeindrucken lassen. Krauß hat die Farben der Nationalflaggen in den Gesichtern verschmelzen lassen. Das Bild biete, so Pelgrim bei der Preisübergabe, die Möglichkeit zum Nachdenken und zur immer wieder neuen Auseinandersetzung mit dem Thema Partnerschaft.

Das Ähnliche unter unterschiedlichen Aspekten habe er mit seinem Bild thematisieren wollen, bemerkte Lucas Krauß, der sich über ein Preisgeld von 1000 Euro freuen konnte. Der grafische Aspekt sei ihm, einem ehemaligen Schüler von Susanne Neuner, wichtig gewesen. Die Farben hätten sich dabei ergeben. Als "großartiges Bild" stufte es Michael Klenk ein. Für den zweiten und dritten Preis wurden jeweils 500 Euro vergeben, die an Linda Günther und Martin Stegmaier gingen. Beide ehemalige Akademiestudierende konnten aber nicht anwesend sein.

Für 2016, da steht das nächste Städtepartnerschaftsjubiläum an, solle es dann mehr Richtung Plastik gehen, meinte Pelgrim abschließend als Ausblick zu einer Fortsetzung eines solchen Wettbewerbs. Denn Loughborough habe eine lange Glockengießertradition.

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