Fest Kürbisse, Sonne, Musik und wilde Pommes

JOCHEN KORTE 05.10.2015

So einen Ansturm erlebt der Einkorn nur selten: Schon am Samstagmittag sind die Parkplätze auf dem Plateau überfüllt, selbst in den Waldwegen ist kaum noch ein freier Platz für das Auto zu finden. Vor allem junge Familien sind es, die zum Kürbisfest pilgern.

Das Kürbisfest, von Matthias Messerschmidt ins Leben gerufen, ist ein Selbstläufer. Dazu tragen natürlich das goldene Oktoberwetter und die milden Temperaturen bei. An großen Tischen, die im Karree aufgestellt sind, stehen Erwachsene und Kinder. Eifrig sind sie dabei, Kürbisse auszuhöhlen und gefährlich aussehende Fratzen in die Hülle zu schnitzen. Familie Nick aus Gaildorf macht das ganz professionell. "Wir haben unsere eigenen Kürbis-Schnitz-Löffel mitgebracht", erklärt Vater Steffen. Mit diesem Gerät klappt das Ausschaben wie geschmiert. Die Zwillinge Anika und Annalena (12) lassen es sich nicht nehmen, ihren Kürbissen selbst ein individuelles Outfit zu verpassen. Ihre Cousine Kiara, die aus dem Bayerischen zu Besuch ist, kennt so etwas aus ihrer Heimat nicht. Doch sie lernt schnell. "Die Kürbisse werden abends mit einer brennenden Kerze vor die Haustür gestellt", erklärt Mutter Nadine. "Bei Halloween wissen die Kinder, dass sie bei einem leuchtenden Kürbis zu uns kommen können."

Doch das ist längst nicht alles, was auf dem Einkorn geboten ist. Biobauer Harald Engelhardt aus Schönenberg frittiert "wilde Pommes". Die sind ganz frisch geerntet und geschrubbt worden. Vor Ort werden sie von Hand durch ein Schneidwerk gepresst. Dann werden die dünnen Stäbchen acht bis zehn Minuten in Öl gebacken. Ein Genuss! Andere Gäste lassen sich Blooze, Currywurst, frischen Wein, Kuchen oder sonstige Leckereien aus dem reichhaltigen Angebot munden. Dazu gibt es flotte Musik von Odi und Hirschi. Das sind die Zutaten für einen wunderschönen Feiertag.