Vernissage Künstlernachwuchs arbeitet kreativ die Sturzflut auf

Die kleinen Künstler und ihre Lehrerin: Marcel Bolvansky, Matis Fernandez-Weidner, Maren Wanck, Josefine Frey, Helga Frey (alle oben von links) und sitzend winken Charlotte Naegelin und Lucy Graule (von links) in die Kamera. Miriam Deuber hat auch mitgemacht, sie ist aber im Urlaub.
Die kleinen Künstler und ihre Lehrerin: Marcel Bolvansky, Matis Fernandez-Weidner, Maren Wanck, Josefine Frey, Helga Frey (alle oben von links) und sitzend winken Charlotte Naegelin und Lucy Graule (von links) in die Kamera. Miriam Deuber hat auch mitgemacht, sie ist aber im Urlaub. © Foto: Norbert Acker
Braunsbach / noa 04.08.2018
Braunsbacher Grundschüler zeigen ihre Bilder im Pavillon auf dem Marktplatz.

Der Pavillon auf dem Marktplatz hat sich in eine Kunstgalerie verwandelt. In einem Projekt der Kunst-AG der Grundschule haben sich sieben Schüler kreativ mit der Sturzflut vom 29. Mai 2016 auseinandergesetzt. Zwei Bilderserien unter den Titeln „Zerstörung“ (schwarz-weiße Kohlezeichnungen) und „Wiederaufbau“ (farbige Acryl-Bilder) sind jetzt bei einer kleinen Vernissage vorgestellt worden. „Das ist ein tolles Zeichen, dass dies die erste Ausstellung hier ist. Kinder sind die Zukunft“, sagte Bürgermeister Frank Harsch, der jedem der Nachwuchskünstler als Dankeschön noch ein kleines Präsent überreicht.

„Die Idee zu den Bildern hatte der Architekt Wolfgang Kuhn, der ja auch aus Braunsbach kommt“, erzählt die Kunst- und Kreativtherapeutin Helga Frey, die die Kunst-AG für Kinder der Klassen 2, 3 und 4 betreut. Kuhn wollte wissen, wie die Kinder die Ereignisse verarbeitet haben und wie sie den Wiederaufbau wahrnehmen. „Alle sind sofort mit viel Herzblut dabei gewesen“, sagt Frey. So stehen die Künstler bei der Vernissage stolz bei ihren Bildern und erzählen, was sie an insgesamt vier Nachmittagen geschaffen haben.

„Ich kann mich noch an die Flut erinnern“, erzählt der achtjährige Marcel Bolvansky. Seine schwarz-weiß-Zeichnung ist besonders detailreich. Josefine Frey (8) hat eines ihrer Bilder „Das Drama“ genannt. „Am Abend der Flut hatte sie sogar schon ein Bild dazu gemalt“ erinnert sich Josefines Mutter Kristina Frey. Reifen, Steine und ein zerstörtes Garagentor sind auf einem Bild von Charlotte Naegelin (9) zu sehen. „Ich habe dem Papa damals auch geholfen, als er beim Aufräumen mitgemacht hat“, erzählt sie. Ihr buntes Motiv zeigt den Braunsbacher Maibaum.

Die Schülerbilder werden im Pavillon zu sehen sein, bis die nächste Ausstellung kommt, sagt Bürgermeister Harsch. Er denkt an eine Dauerausstellung mit wissenschaftlichen Texten zur Sturzflut. Jetzt freut er sich aber erst mal über die Bilder der Braunsbacher Kinder.

Info Die Ausstellung im Pavillon auf dem Marktplatz ist tagsüber zu sehen, auch an den Wochenenden.

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