Hilfe Braunsbacher Grundschule verkauft Kuchen für indisches Babyheim

Große Kulisse für das Ehepaar Barth bei der Spendenübergabe in der Braunsbacher Grundschule: 500 Euro kommen ihrem Hilfsprojekt in Indien zugute.
Große Kulisse für das Ehepaar Barth bei der Spendenübergabe in der Braunsbacher Grundschule: 500 Euro kommen ihrem Hilfsprojekt in Indien zugute. © Foto: privat
Braunsbach / Oliver Färber 04.12.2018
Braunsbacher Grundschüler und ihre Eltern spenden 500 Euro für lebensrettendes Projekt.

Es hat schon ein paar Jahre Tradition an der Grundschule, dass in den Pausen Kuchen verkauft wird, den die Eltern backen. Aus den Erlösen werden soziale Projekte unterstützt. Nun wurden 500 Euro für das geplante Babyhaus Rosa in Uppahar in Indien gespendet.

Das Ehepaar Sabine und Rolf Barth, das hinter der Idee steht, hatte Bilder mitgebracht, die es gemeinsam mit den Grundschülern nach der Spendenübergabe und dem obligatorischen Gruppenfoto anschauten. So erhielten die Braunsbacher Kinder einen Einblick, wie Kinder in Indien leben. „Die meisten sind sehr arm“, erklärte Rolf Barth. Sehr selten gebe es mehr als eine Mahlzeit am Tag. Besonders schlimm sei es um Mädchen bestellt. „Wenn eine Frau mitbekommt, dass sie ein Mädchen erwartet, hat sie schon Probleme, wie sie es ihrer Familie beibringen soll“, erklärt Sabine Barth.

Einige Familien würden deshalb auch Kinder vernachlässigen – oder schon früh abgeben. Das geplante Babyhaus in Uppahar soll dazu beitragen, dass die Mädchen und Jungen im Kleinkindalter überleben können. „Das Gelände dafür gibt es bereits“, sagte Rolf Barth und zeigte ein Foto, auf dem die Umrisse des neuen Gebäudes auf einem Boden ausgelegt sind. Auch ein eigener Brunnen sei dafür im Januar bereits gebohrt worden. Obwohl Einheimische niemals damit gerechnet hätten, sei man in 70 Metern Tiefe auf viel kühles Nass gestoßen.

Gleich neben dem Gelände des geplanten Babyhauses ist bereits ein Campus mit einem Kindergarten und zwei Schulen gebaut worden. Alleine die Schulen werden von über 1200 Kindern besucht, etliche von ihnen leben auf dem Gelände in einem Wohnheim. „So ist es gut, dass alles beieinanderliegt. Dann sind Kinder vom Babyalter bis zum Schulabschluss dort gut aufgehoben“, fügte er hinzu und lud dazu ein, die Region zu besuchen.

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