Die Bankette der Kreisstraße 2668 sind abgefahren und müssen ständig instand gesetzt werden. Das liegt daran, dass die Fahrbahn für die vielen Lkw auf der Strecke von und zur A 6 im Begegnungsverkehr zu schmal ist. Die Straße ist teilweise sehr kurvig und schlecht einsehbar. Trotzdem gab es laut Ralph Fernandes, dem Leiter des Straßenbauamts im Landratsamt, keine schwereren Unfälle in den letzten 36 Monaten. Von fünf relevanten Unfällen waren drei Zusammenstöße im Längsverkehr – ein Hinweis auf die schmale Fahrbahn. „Es ist kein Unfallschwerpunkt zu erkennen, sie verteilen sich über die ganze Strecke“, so Fernandes. Er hat mit seinem Mitarbeiter Maximilian Herrmann dem Vellberger Gemeinderat die Planung des Ausbaus zwischen Großaltdorf und Ilshofen vorgestellt.

Mit dem Bau im nächsten Jahr verbreitert sich die Fahrbahn von 5,50 auf 6,50 Meter, dazu kommt auf beiden Seiten ein 1,50 Meter breites Bankett. Kurven werden entschärft, Senken und Kuppen ausgeglichen. „Zum Teil wird die Fahrbahn um mehrere Meter verlegt“, erklärte Herrmann.
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Biotop muss bleiben

Wegen der neuen Linienführung war Grunderwerb nötig. Darum hat sich für den Teil, der auf Vellberger Gemarkung liegt, Bürgermeisterin Ute Zoll im Auftrag des Kreises gekümmert. Auch einige Bäume müssen weichen. Als Ausgleich werden Obstbäume, heimische Laubbäume und Hecken entlang der Straße gepflanzt. Auf Höhe der Lerchenmühle bei Ilshofen muss ein Biotop mit Zauneidechsen erhalten bleiben.

Gemeinderat Roland Rüdel fragte, ob für die vielen Pendler, die mit dem Rad nach Ilshofen fahren, auch ein Radweg gebaut würde. „Die Straße wird durch den Ausbau eine Rennstrecke“, befürchtete er. Gegen einen Radweg entlang der Kreisstraße spricht laut der Bürgermeisterin, dass es parellel genügend Radwege gebe.
Während der Bauzeit ist die K 2668 komplett gesperrt. Fer­nandes rechnet damit, dass die Arbeiten im März beginnen und bis Oktober oder November dauern. „Den Baufirmen ist selber daran gelegen, den Bau möglichst schnell abzuwickeln. Aber das ist schon etwas Großes und nicht vergleichbar mit der Sanierung der Vellberger Ortsdurchfahrt, wo nur die Deckschicht erneuert wurde“, warnte er.
Die Bankette der Umleitungsstrecken würden vorher verstärkt, so Herrmann. Bürger aus Lorenzenzimmern, das stark vom Umleitungsverkehr betroffen sein wird, haben Gemeinderat Marco Messerschmidt bereits wegen einer engen Kurve im Ort angesprochen. Messerschmidt bat die Planer, sich den Bereich vor Ort anzusehen und dort Tempo 30 festzulegen.
Rüdel schlug vor, schon bei der Einmündung der Vellberger Straße in die Hauptstraße auf die Umleitung hinzuweisen, um bereits dort einen Teil des Verkehrs in Richtung Oberscheffach und Oberaspach umzuleiten. Christian Baumann wies auf Autofahrer hin, die trotz Sperrung über Feldwege fahren. „Von Großaltdorf aus fahren die Kinder über Feldwege nach Unteraspach ins Freibad. Das ist gefährlich, wenn da Autos unterwegs sind“, stellte er klar. Der Gemeinderat bat darum die Umleitungen so anzulegen, dass Schleichwege über Feldwege unattraktiv oder gar nicht erst erreichbar sind.

Reicht das Geld?

In Großaltdorf wird im Zuge des Ausbaus in der Bahnhofstraße die Fahrbahndecke bis zur Einmündung in die Hauptstraße erneuert. Damit bietet sich an, dass Vellberg dort gleichzeitig die Kanäle, Wasserleitungen und Breitbandleerrohre auf eigene Kosten sanieren lässt. Das befürwortete das Gremium. Ob das zusätzlich zu den geplanten Investitionen finanzierbar ist, zeigt sich aber erst, wenn die Jahresrechnung 2019 vorliegt. Eventuell müssten die Tiefbau- und Sanierungsarbeiten im Tulpenweg, im Rosmarinweg und Am Waldblick auf 2022 verschoben werden. Das wird bei den Beratungen zum Haushalt 2021 entschieden.

Zu den Kosten des Kreisstraßenausbaus hat die Stadt keine Informationen. Der Kreis habe Fördermittel vom Land beantragt, so Zoll.