Bestattung Konzeption für Friedhöfe aktualisiert

Bei einem Außentermin machen sich die Michelfelder Gemeinderäte selbst ein Bild vom Zustand der Friedhöfe. In ihrer jüngsten Sitzung haben sie danach über die Zukunftspläne beschlossen.
Bei einem Außentermin machen sich die Michelfelder Gemeinderäte selbst ein Bild vom Zustand der Friedhöfe. In ihrer jüngsten Sitzung haben sie danach über die Zukunftspläne beschlossen. © Foto: privat
Michelfeld / Oliver Färber 05.07.2018
In der jüngsten Sitzung befasste sich der Michelfelder Gemeinderat mit den Friedhöfen in der Kommune. Dabei wurde ein aktualisiertes Konzept verabschiedet.

In Michelfeld gibt es eine langfristig angelegte Entwicklungskonzeption für die Friedhöfe. Die muss aber immer wieder fortgeschrieben werden. Darum ging es nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung: Die Pläne für Gnadental, Neunkirchen und den Michelfelder Bergfriedhof standen zur Aktualisierung an.

„Es geht auch um den Aspekt der aktuellen Bestattungsformen“, so Bürgermeister Wolfgang Binnig. Sie sollten auf Wunsch auch tatsächlich angeboten werden. Gemeinsam mit Landschaftsarchitekt Armin Hauenstein aus Untermünkheim habe man deshalb bereits verschiedene Überlegungen angestellt, um Lösungen zu erarbeiten.

Im Friedhof Gnadental wird es deshalb eine Veränderung am südlichen Zugang geben. Dort ist eine Erweiterung des Urnengrabbereichs vorgesehen. Außerdem sollen zwei Friedbäume gepflanzt werden, unter denen weitere Urnengräber möglich sind.

Größere Maßnahmen sind im Friedhof Neunkirchen geplant. „Es ist eine Neuordnung des alten Friedhofteils vorgesehen“, berichtete der Schultes. An der westlichen Friedhofsmauer soll es einen Urnengrabbereich geben. Im neuen Teil ist angedacht, Urnenstelen zu errichten, entsprechend der Gestaltung, wie es sie bereits auf dem Michelfelder Bergfriedhof gibt. Zudem enthält das Konzept einen Friedhain und Rasengräber.

Direkt umgesetzt werden sollen diese Pläne aber noch nicht. Es ist angedacht, damit ab dem kommenden Jahr zu beginnen. Der Gemeinderat war dafür, die Ziele wie erklärt zu verfolgen und dafür Planmittel in den Haushalt 2019 einzustellen.

Das Konzept für den Michelfelder Bergfriedhof war schon vor einem Jahr Thema im Gemeinderat – und war damals auch beschlossen worden. 50 000 Euro waren im Haushalt für dieses Jahr eingestellt worden, um die Urnenstelen zu erweitern. Auch sollten weitere Rasengräber erschlossen werden und ein Friedhain erstellt werden.

Ausschreibung doppelt so hoch

Doch bei der beschränkten Ausschreibung ergab sich ein Kostenumfang, der doppelt so hoch ist wie geplant. Der Auftrag war daraufhin aufgehoben worden. Deshalb wollte der Gemeinderat nochmals über den Umfang der Arbeiten beraten. Der neue Plan: Im ersten Anlauf sollen – um Engpässe zu vermeiden – nur sechs der zwölf vorgesehenen Urnen­stelen entstehen. Die dazu notwendigen Stahlkammern sollen für 7000 Euro direkt bei der Firma Breitkreuz in Untermünkheim in Auftrag gegeben werden.

Auch soll vorläufig darauf verzichtet werden, den Friedhain anzulegen, zudem auf einen Teil der Bepflanzungen. Damit könnte der Kostenrahmen eingehalten werden. Den eingeschränkten Auftrag könnte die Firma KSW Garten- und Landschaftsbau aus Mainhardt-Gailsbach ausführen, die ursprünglich auch das wirtschaftlichste Angebot für die Arbeiten auf dem Bergfriedhof eingereicht hatte.

Diesen Vorschlag begrüßten auch die Gemeinderäte. Sie beauftragten die Verwaltung, dies so umzusetzen.

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