Schwäbisch Hall KOMMENTAR: Die Feigheit des Betrügers

Schwäbisch Hall / HOLGER STRÖBEL 17.01.2014
Hätte man nach Kenntnis der Vorgeschichte erwarten dürfen, dass der angeklagte Haller Bestatter gestern vor Gericht erscheint, um den Menschen, die er um ihr Erspartes betrogen hat, wenigstens in die Augen zu schauen?

Und sie womöglich gar um Entschuldigung bittet? Nein, das hat niemand ernsthaft geglaubt. Dabei wäre es für die Betroffenen, die teilweise wegen der bevorstehenden Verhandlung seit Tagen nicht mehr schlafen konnten, von großer Bedeutung gewesen. Sie hätten zumindest persönlich mit dem Betrug abschließen können, selbst wenn sie von ihrem Geld nie mehr etwas sehen werden. Und sie hätten die Gewissheit gehabt, dass das Rechtssystem dafür sorgt, dass jeder Gauner für seine Tat geradestehen muss - im wörtlichen Sinne.

In Abwesenheit verurteilt