Britische Kulturwochen Schwäbisch Hall nimmt die Insel in den Blick

Union Jack, Queen, rote Telefonzellen-Dose und englischer Tee: England-Faible im Büro der Haller Kulturbeauftragten.
Union Jack, Queen, rote Telefonzellen-Dose und englischer Tee: England-Faible im Büro der Haller Kulturbeauftragten. © Foto: Bettina Lober
Schwäbisch Hall / Bettina Lober 09.08.2018
Im September starten in Hall britische Kulturwochen. Bis zum Brexit-Termin geht’s in der Siederstadt „very british“ zu.

Zwei Union-Jack-Fähnchen, ein Queen-Figürchen, eine rote Telefonzelle als Dose und englischer Tee: Im Büro der Haller Kulturbeauftragten Ute Christine Berger fällt gleich eine gewisse Affinität zu Großbritannien ins Auge. 2018 wird in Deutschland ein Großbritannien-Jahr gefeiert, unterstützt vom britischen Kulturinstitut British Council. Damit sollen die Kulturbeziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland gefeiert werden. Für Ute Christine Berger ein guter Anlass, in Hall britische Kulturwochen anzustoßen – zumal sie von Mitte 2016 bis Mitte 2017 ein Sabbatjahr in London verbrachte.

Kurz vor Bergers Abreise aus Hall hatten damals die Briten für den Austritt aus der EU gestimmt – den Brexit. Dieser soll am 29. März 2019 vollzogen werden. „Der Brexit treibt auch hierzulande viele Menschen um. Daher richten wir den Blick auf die Insel“, erklärt Ute Christine Berger. Zudem gibt es regionale Anknüpfungspunkte: 1965 besuchte die Queen Hall, seit 1966 ist Loughborough Halls britische Partnerstadt, 1963 wurde bei den Freilichtspielen erstmals ein Shakespeare-Stück („Hamlet“) auf der Treppe aufgeführt.

Die „Britischen Kulturwochen in Hall“ werden nun von September an bis zum Brexit-Termin Ende März gefeiert. „Eigentlich sind es schon Kulturmonate geworden“, sagt Ute Christine Berger lächelnd. So viele Kooperationspartner sind an dem Veranstaltungsreigen beteiligt: Freilichtspiele, Goethe-Institut, Hällisch-Fränkisches Museum, Volkshochschule, Jazzclub, Kino im Schafstall, Kunstverein, Musikschule, Stadtorchester, Waldorfschule und viele mehr. Die Schirmherrschaft übernimmt die Haller Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt, die seit 2017 Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments ist. Dieser Tage erscheint auch der erste Veranstaltungsflyer.

Auftakt mit Pete York

„Very British“ lautet das Motto der britischen Kulturwochen. Der Auftakt am 13. September gestaltet sich musikalisch: In der Jazz-Time-Reihe tritt der englische Schlagzeuger Pete York mit seinem Spangalang Quartett in der Hospitalkirche auf. Der britische Bestseller-Autor Matt Haig liest am 17. September aus seinem Werk „How to stop time“ (Wie man die Zeit anhält). Am 22. September stellt David Whitehouse seinen Roman „Der Blumensammler“ vor. Gerhards Marionettentheater zeigt ab 5. Oktober das Stück „Der kleine dicke Ritter“, das auf dem Kinderbuch des britischen Autors Robert Bolt ­basiert. Am 11. November tritt
die David-Bowie-Tribute-Band „Heroes“ in der Hospitalkirche auf.

Insgesamt sind bislang mehr als 60 Veranstaltungen terminiert. „Es können gerne noch mehr werden“, sagt Ute Christine Berger: „Man kann sich noch einklinken – und vielleicht entstehen auch spontane Aktionen.“

Info Weitere Auskünfte zu den „Britischen Kulturwochen in Hall“ gibt es auf www.schwaebischhall.de/kulturstadt

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