Eine Forderung aus dem interfraktionellen Antrag zum Doppelhaushalt ist die Gründung eines Klimaschutzbeirats. Die neue städtische Klimaschutzbeauftragte Alina Berger präsentiert am Montag die Umsetzung der Idee im Verwaltungs- und Finanzausschuss. Das neue Gremium hat nur eine beratende Funktion. Der Beirat soll als „Multiplikator der Klimaschutzmaßnahmen der Stadt in die Bürgerschaft hinein“ wirken. Und er soll jedes Jahr den Klimaschutzpreis vergeben, der mit 7500 Euro dotiert ist. Der Beirat beschäftigt sich nach Vorstellung der Verwaltung mit Energie, Mobilität, Ernährung und Konsum. Die rund 30-köpfige Gruppe tagt zweimal jährlich. Der Gemeinderat bestimmt die Mitglieder. Die setzen sich aus Vertretern von Parteien, VerwaltungBranchenverbänden, Kirchen und Schulen zusammen.

Noch mehr Teilnehmer

Stadtrat Ruben Krauß (Grüne) will wissen, warum das Thema Recycling nicht als Aufgabenfeld genannt wurde. Andrea Härterich (CDU) schlägt vor, den Mitgliederkreis auf Vertreter von „Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste“ zu erweitern. Walter Döring (FDP) regt an, auch einem Vertreter der Biomusterregion Hohenlohe einen Sitz zu geben. Helmut Kaiser (SPD) mahnt daraufhin an: „Das Gremium darf nicht zu groß werden.“

Das hält Ellena Schumacher ­Koelsch (Linke) nicht davon ab, einen Vertreter aus den Reihen der Gastronomen einzufordern. Annette Sawade (SPD) regt an, die Zahl der Mitglieder klein zu halten und Experten einmalig zu einem Thema einzuladen.
Alina Berger sagt: „Es freut mich, dass ich den Antrag als eine meiner ersten Amtshandlungen ausfertigen durfte.“ OB Pelgrim fordert alle Stadträte auf, sich bis zur nächsten Gemeinderatssitzung darüber Gedanken zu machen und ihre Wünsche für die Besetzung des Klimaschutzbeirats als Antrag zu formulieren. Und er regte eine Obergrenze für die Zahl der Mitglieder an.
Bei der Formulierung der Geschäftsordnung für das Gremium benutzt die Verwaltung wohl zum ersten Mal bei einem solchen Dokument das „Gendersternchen“, das für eine geschlechtergerechte Sprache steht. So zum Beispiel in dem Satz: „Die Geschäftsordnung liegt bei der*m Klimaschutzbeauftragte*n.“