Bereits bei vergangenen Pressegesprächen im Rathaus in der Corona-Krise kündigte es Hermann-Josef Pelgrim an, nun teilt der OB schriftlich zum Thema Kita-Gebühren mit: „Gebühren werden nur erhoben, wo vonseiten der Stadt eine Leistung erbracht wird. Aus diesem Grund werden wir die Gebühren ab Mitte März bis Ende April nicht erheben beziehungsweise gutschreiben.

Die freien Träger werden dabei gleichgestellt, die Ausfälle trägt die Stadt“. Es sei für ihn selbstverständlich, dass angesichts der derzeitigen Situation Familien, die unter Einkommensverlusten leiden, hier nicht weiter finanziell belastet werden, erklärt Pelgrim. Hintergrund: Aufgrund der verordneten Schließung der Kindertageseinrichtungen seit dem 17. März können viele Kinder die Betreuungsangebote nicht wahrnehmen. Die Regel gilt vorerst bis zum 19. April.

Großteil läuft per Gutschrift, in Einzelfällen wird Geld zurückerstattet

Im Pressegespräch am Dienstag machte der OB in dem Zusammenhang deutlich, dass dies verwaltungsintern per Gutschrift gelöst werden soll. In Einzelfällen werde auch Geld zurückerstattet. Zudem erklärte Pelgrim, dass dies auch für die Kinder gelte, die in der Notfallbetreuung sind. Da­rauf haben Eltern Anspruch, wenn beide Elternteile beziehungsweise Alleinerziehende in der kritischen Infrastruktur arbeiten, beispielsweise in der medizinischen Versorgung tätig sind.

22 Kinder sind in der Notfallbetreuung der Stadt Schwäbisch Hall

Pelgrim gab Zahlen bekannt: Insgesamt 22 Kinder sind in der Notfallbetreuung der Stadt, 13 davon im Kita-­Alter und neun im Grundschulalter. Pelgrim nannte dabei auch den Schlüssel der Betreuung: Eine pädagogische Fachkraft kümmere sich um fünf Kinder. Außerdem erläuterte der OB, dass auch Erzieher unterstützend unterwegs seien, um die Einhaltung der Regeln im öffentlichen Raum zu kontrollieren, beispielsweise Spielplätze zu prüfen.