Das Platzkonzert der Musikkapelle Fronrot beginnt pünktlich um 11 Uhr, was für viele Besucher bereits einen Höhepunkt darstellt. Dazu lässt sich sogar die Sonne vereinzelt blicken - und die Stimmung steigt.

Für manche Händler ist der Bühlertanner Kirchweihmarkt eine feste Größe. Alexander Waizenhöfer etwa bietet seit 40 Jahren seine Süßigkeiten an. Suleman Almas verkauft seit 25 Jahren seine Kleidung auf dem Markt. Kathrin Hofmann ist mit ihren handgemachten Seifen und Kleinigkeiten fürs Bad zum ersten Mal in Bühlertann dabei. Der Ort gefalle ihr. "Dass es uns hier gibt, daran müssen sich die Leute erst gewöhnen", meint sie. Marktmeisterin Andrea Hermann organisiert in der marktfreien Zeit weiter, um jedes Jahr auch neue Händler begrüßen zu können.

Etwas zu verkaufen wird immer schwieriger

Manche Händler geben sich mit ihren Ständen besondere Mühe. Armando Bauer gehört zu ihnen. Er präsentiert auf dem Dach seines Standes Köpfe mit den angebotenen Mützen und lässt vom Dach in Cancan-Manier schwingende Beine herabwinken. Ein Blickfang der besonderen Art. Etwas zu verkaufen wird immer schwieriger, meint er. Der Aufbau dauere drei Stunden, der Abbau ist in zwei Stunden erledigt. Viele Leute flanieren über den Markt, aber nur wenige haben eine Einkaufstüte in der Hand.

Thorsten Gysin punktet in zentraler Lage mit seinen Sonnenfängern. Die flachen Figuren aus buntem Acryglas sind besonders am Morgen, in der Abenddämmerung und an trüben Tagen ein farbenprächtiger Blickfang.

Heimatverein und Liederkranz sorgen neben den Gaststätten für das leibliche Wohl. Denn nach Platzkonzert und Bummeln durch die Stände ist eine kleine Erholungspause - beispielsweise mit Schupfnudeln und Sauerkraut - angesagt. Das kommt bei den Besucher an.