Pfarrer Ulrich Hermann ist gut gelaunt: Die Sonne steht hoch am Himmel über Langenburg und die ersten Eltern kommen mit ihrem Nachwuchs auf den kleinen Platz vor der Stadtkirche. Gerne zücken sie den Geldbeutel: zum einen, um damit die Restauration des Glockenstuhls im Gotteshaus zu unterstützen, zum anderen, damit die Namen ihrer Sprösslinge auf dem Joch verewigt werden. Hermann erklärt ganz genau, wo diese speziellen Holzbalken später eingebaut werden: „Daran hängt später die Glocke, damit sie schwingen kann.“ Restauratorin Janna Goethe aus Schwäbisch Hall greift zum Pinsel, beginnt damit, fein säuberlich die ersten Namen mit spezieller Farbe auf das Holz zu zeichnen. „Neue Schriften mache ich eher selten, restauriere sie nur meistens“, berichtet sie.