Gerabronn 1658 lassen sich für kleine Alexa typisieren

Auch viele junge Spender haben sich registrieren lassen und sind so Vorbild für die nächste Generation. Die Shirts und der Aufdruck „Alexa sucht ihren Helden“ waren eine Spende. Den Spruch steuerte Alexas Mama bei.
Auch viele junge Spender haben sich registrieren lassen und sind so Vorbild für die nächste Generation. Die Shirts und der Aufdruck „Alexa sucht ihren Helden“ waren eine Spende. Den Spruch steuerte Alexas Mama bei. © Foto: Julia Vogelmann
Gerabronn / Julia Vogelmann 26.06.2018
Die Registrierungsaktion der DKMS in der Stadthalle übersteigt am Ende alle Erwartungen.

Den Registrierungswilligen blieb am Sonntag Gott sei Dank nicht die Spucke weg, als sie sich zum Abstrich meldeten. Anders sah es abends bei den Organisatoren aus: Die Mitarbeiter der DKMS und die ehrenamtlichen Helfer, allen voran Volker Beck und Wolfgang Welk, sowie die Eltern der kleinen Alexa, die den ganzen Tag präsent waren, durften sich über einen riesigen Erfolg freuen. 1658 potenzielle Spender mehr verzeichnet die DKMS durch die Aktion in ihrer Kartei.

„Das war super. Alle waren superglücklich. Ich hatte auf 1000 Menschen gehofft, aber damit hat keiner gerechnet“, zeigte sich Bettina Steinbauer von der DKMS überwältigt vom Ergebnis. Dazu vermeldete sie stolz einen Spendeneingang von 15.500 Euro in bar, eine Riesensumme, die viele neue Registrierungen in der Spenderkartei ermöglicht. „Das Hartgeld haben wir noch gar nicht gezählt, das kommt noch dazu“, verwies Steinbauer auf die Spenden, die durch Essen und Getränke eingingen.

Spendensumme wächst weiter

Außerdem wird sich die Spendensumme noch einmal erhöhen, da vor allem die Firmen Bürkert und Würth die Registrierungskosten von 35 Euro pro Spender für alle ihre Angestellten übernehmen. So kommt alleine von der Firma Bürkert noch einmal eine Summe von fast 12.000 Euro zustande. Auch vom Round Table sind weitere 1400 Euro für das Spendenkonto fest versprochen.

Mit einer Vorbereitungszeit von gerade einmal drei Wochen und viel ehrenamtlichem Engagement haben die Helfer in Gera­bronn sogar die Organisatoren von der DKMS beeindruckt. „Was hier passiert, ist echt ungewöhnlich“, bestätigte Bettina Steinbauer und freute sich zusammen mit Volker Beck und Wolfgang Welk, dass die Aktion auch über den Sonntag hinaus weitere Kreise ziehen wird. So wird beim Sommerfest des Round Table in zwei Wochen in Crailsheim die Registrierungsaktion fortgesetzt und auch der TSV Langenburg sowie die Bundeswehr haben sich am Sonntag eine Kiste mit Wattestäbchen und Infomaterial abgeholt, um die Aktion fortzusetzen.

„Alle Menschen, die aufgenommen werden, sind für Alexa, aber auch für alle anderen, die einen Stammzellenspender brauchen“, betont Bettina Steinbauer, weshalb keine Registrierung umsonst ist. Seit ihrer Gründung 1991 in Deutschland ist es der DKMS gelungen, eine internationale Kartei aufzubauen, von der Erkrankte rund um den Globus profitieren. Weltweit sind inzwischen über acht Millionen Stammzellenspender registriert und 70.000 konnten bereits erfolgreich vermittelt werden.

Erfolgsquote liegt bei 80 Prozent

„Durch die Kartei stehen die Chancen in Deutschland mittlerweile bei 80 Prozent, einen geeigneten Spender zu finden“, bestätigt Bettina Steinbauer. Sie organisiert durchschnittlich fünf Typisierungsaktionen monatlich in ganz Deutschland und gibt zu: „Es hat für mich an Emotionen und Anteilnahme in all den Jahren nichts eingebüßt. Es ist immer wieder eine hochemotionale Ausnahmesituation, denn es geht immer um Leben und Tod.“

In Gerabronn heißt es jetzt Daumen drücken, dass für die kleine Alexa die Nadel im Heuhaufen gefunden wird. Von der Aktion erhoffen sich alle Beteiligten außerdem, dass sie viele Nachahmer findet, denn wie die Mutter von Alexa es auf den Punkt bringt: „Es kostet nichts, es tut nicht weh und wir könnten ein Leben retten.“

1658

neue potenzielle Stammzellenspender  darf die DKMS durch die Aktion für Alexa in Gera­bronn in ihrer Kartei verzeichnen.

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