Michelbach Katholische Helfer kommen zusammen

In der Michelbacher Rudolf-Then-Halle lassen sich am vergangenen Samstag die ehren- und hauptamtlichen Helfer der katholischen Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall das Essen schmecken.
In der Michelbacher Rudolf-Then-Halle lassen sich am vergangenen Samstag die ehren- und hauptamtlichen Helfer der katholischen Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall das Essen schmecken. © Foto: Oliver Färber
Michelbach / Oliver Färber 14.06.2018
Erstmals feiern über 315 ehren- und hauptamtliche Helfer der fünf Haller Kirchengemeinden in Michelbach zusammen.

Vor Jahren hatte der leitende Pfarrer Thomas Hertlein bereits die Idee, sämtliche ehren- und hauptamtlichen Helfer der katholischen Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall an einem Ort zu einem Fest zusammenzubringen. Nach einem schweren Unfall konnte er jetzt erst seinen Plan umsetzen – und alle sind begeistert. Am Samstagabend kommen die Katholiken zunächst locker bei einem Imbiss in der Michelbacher Rudolf-­Then-Halle zusammen und genießen danach den Kabarettauftritt der „Maulflaschen“.

Rund 315 Interessierte sind zu dem Fest gekommen – und das sind noch nicht mal alle. „Schließlich reicht das Gebiet von Michelbach bis Brachbach und von Vellberg bis Michelfeld“, macht Hertlein deutlich. Alleine 90 hauptamtliche Mitarbeiter, beispiels-
weise in Kindergärten und Sozialstationen, gehören zum Team. Und natürlich besonders rührige Ehrenamtliche. „Deshalb haben wir auch deren Partner eingeladen“, fügt der Pfarrer hinzu. Schließlich sorgten oft die Partner dafür, Helfern in deren Freizeit den Rücken für die Arbeit in der Kirche freizuhalten. „Das ist ja oft abends und am Wochenende“, betont Hertlein.

Seine Idee, dass einmal alle Helfer der Gesamtkirchengemeinde zusammenkommen, habe sofort Unterstützung gefunden. „Bisher hat jede Gemeinde nur unter sich mit den Helfern gefeiert“, berichtet Pastoralreferentin Vanessa Hinrichs. Sankt Maria Hessental, Sankt Josef in der Haller Innenstadt, Christus König im Teurershof, Sankt Markus in Heimbach und Sankt Johannes Baptist in Steinbach haben so einzeln ihren Mitarbeitern gedankt. Nun treffen sich erstmals alle auf einem Fleck. Und da ein Catering-Unternehmen beauftragt wurde, können auch alle mitfeiern. „Sonst mussten oft Ehrenamtliche bei ihrem eigenen Fest arbeiten“, fügt der Pfarrer hinzu. Er habe für die Feier sogar Rückendeckung aus der Kirchendienstordnung, wie er verschmitzt erklärt: „Da steht, dass es die Aufgabe der Kirche sei, Gott und die Menschen zusammenzubringen. Und das tun wir heute Abend.“

Das wissen alle zu schätzen, die gekommen sind. „Es ist gut, mal nicht zu arbeiten. Sonst gehöre ich nämlich dem Festausschuss an“, sagt Agnes Koßatz, die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats Sankt Maria, mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie freut sich darüber, Menschen zu treffen, die sie länger nicht mehr gesehen hat. Kerstin Ott, ehrenamtlich in Sankt Josef aktiv, schwärmt vom guten Essen und Trinken an diesem Abend. „Und alle sind so nett. Das ist eben so in der Kirche“, sagt sie. Auch Ernst Sadler, zweiter Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde, lobt die Idee des gemeinsamen Treffens. „Das könnte es jetzt alle zwei Jahre geben“, meint er. Gabriele Bäumlisberger, zweite Vorsitzende von Sankt Markus, hat viele neue Gesichter gesehen. „Und jetzt freuen wir uns auf die ,Maulflaschen’“, sagt sie, bevor das Kabarett beginnt.

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tausend Katholiken gehören der Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall an. Die Zahl ist laut dem leitenden Pfarrer Thomas Hertlein in den letzten Jahren stabil geblieben.

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