Hilsaktion Käsekuchen und Fuchs für die Mongolei

Schwäbisch Hall / swp 03.09.2018
Der Haller Bäckermeister Karl Kronmüller war als Senior Expert in der Mongolei im Einsatz.

„Zusammen mit Küchenmeister Werner Reinhart aus Karlsstein hatten wir den Auftrag, deutsche Koch- und Backkunst in der Kantine des Bergbau-Konzerns Monpolymet zu vermitteln“, schreibt Karl Kronmüller, der seit seinem Ruhestand gelegentlich für den Senior Experten Service tätig ist, eine Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit. Zu den Aufgaben in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, gehörte auch die Schulung der Mitarbeiter. Begleitet wurde die Gruppe von der Dolmetscherin Tungaa, die im Haller Goethe-Institut Deutsch gelernt hat und selbst Kundin in Kronmüllers einstiger Bäckerei war.

Highlight sei die Herstellung eines deutschen Konditorkäsekuchens gewesen, der auf große Begeisterung bei den Mongolen stieß, schreibt Kronmüller. „Bei der Feier zum 60. Geburtstag der Managerin überraschten wir mit einer Schwarzwälder Kirschtorte.“

Deutlich mehr Studentinnen

Der Bäckermeister berichtet: „Neben vielen Gastgeschenken, wie Schweizer Taschenmesser und Schnupftabakdosen mit Bayern-München-Emblem war für mich ein bewegender Moment, als ich einen kleinen Nomadenjunge traf, dem ich den bekannten Bausparfuchs überreichte. Danach genossen wir die herzliche Gastfreundschaft dieser Nomadenfamilie in ihrer Jurte.“

In der kältesten Hauptstadt der Welt prallen Tradition und Moderne aufeinander. Circa 70 Prozent der Studierenden seien Frauen. In der Mongolei müssten eher Männer emanzipiert werden. „Ich bin überwältigt von der sehr herzlichen Atmosphäre, von der Fröhlichkeit, von der Leichtigkeit des menschlichen Miteinanders“, so Kronmüller, der ein Video auf Youtube hochgeladen hat. Titel: „Mongolei Baking Power“.

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