Organisation Jungle Beat zum letzten Mal?

Das Jungle-Beat-Team beim Aufbauen - im Jahr 2017.
Das Jungle-Beat-Team beim Aufbauen - im Jahr 2017. © Foto: Erwin Zoll (Archiv)
Crailsheim / Verena Köger 23.07.2018
Wieder ist das Jungle Beat ausverkauft. Herzblut und die Liebe zum Detail sind Gründe dafür.

Der Kirchberger Verein Beat-Bus veranstaltet das Jungle Beat in Saurach. Manuel Kochendörfer (28), erster Vorsitzender, hat den Festival-Überblick und verrät, ob es eine weitere Auflage geben wird.

Wieso nennt ihr euch Beat-Bus?

Manuel Kochendörfer: Wir haben uns 2009 einen VW-Bus gekauft. Um diesen zu finanzieren, haben wir einen Verein gegründet und kleine Feste organisiert.

Ihr schmeißt das Jungle Beat jetzt schon zum sechsten Mal. Was läuft heute besser als früher?

Alles. Das erste Festival war ein Kaltstart. Wir wussten ja gar nicht, was alles auf uns zukommt. Wir waren auch echt nervös. Mittlerweile haben wir viel dazugelernt.

Wie äußert sich das?

Das fängt in den kleinen Dingen an wie der Organisation der Getränkemarken für Helfer bis hin zu größeren Entscheidungen wie die Anordnung der Bühnen. Letztes Mal zum Beispiel standen diese zu nah aneinander.

Welches Highlight gibt es dieses Jahr?

Es war ein Kampf, aber wir konnten den DJ Acid Pauli als Act gewinnen. Er ist international bekannt und schwer zu bekommen. Er legt nur auf den Festivals auf, die zu seinem Style passen.

Wie habt ihr ihn überzeugt?

Wir haben ihm Bilder gezeigt und ihm erklärt, dass hinter unserem Festival kein kommerzieller Zweck, also Geld zu machen, steckt. Wir alle machen das alles ehrenamtlich und haben Spaß daran. Das ist auch einer der Gründe, warum das Festival überregional bekannt wurde.

Was für Gründe gibt es noch?

Wir sind eine große Familie – das Beat-Bus-Team und unsere ehrenamtlichen Helfer, die Besucher und auch die Acts. Und wir stecken unser Herzblut in Details wie Dekoration und selbst gemalte Schilder. Auf dem Zeltplatz gibt es sogar Straßennamen.

Was erwartet die Partymeute am Wochenende?

Erst mal: Es geht nicht nur um Party. Wir bieten auch Podiumsdiskussionen, Filme und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an. Eine Bühne ist nach unserem diesjährigen Motiv „Mojaki“, dem Ureinwohner, gestaltet. Die vergangenen Jahre waren es immer Tiere, zum Beispiel der Tiger. Da der Mensch den größten Einfluss auf die Natur und den Lebensraum der Tiere hat, schließt sich zum Ende der Kreislauf.

Ende? Was hat das zu bedeuten?

Das Jungle Beat wird es in der Form wahrscheinlich nicht mehr geben. Mittlerweile ist der Großteil von uns berufstätig, hat Familie und baut Häuser. Das Festival macht einen Riesenspaß, aber geht auch an die Materie. Deshalb haben wir all unsere Ressourcen und Kräfte gesammelt, um noch mal ein cooles Festival runterzureißen.

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