Der Countdown läuft. Noch ein Monat bis der Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ beginnt. An 66 Projekte feilen junge Nachwuchsforscher aus der Region – auch in Schwäbisch Hall. 18 Arbeiten vom Gymnasium bei St. Michael (GSM), vom Erasmus-Widmann-­Gymnasium und von der Hector-­Kinderakademie sind in diesem Jahr angemeldet.

Die Hallerin Silvia Böhler ist seit 2011 Leiterin des Regionalwettbewerbs. Mit der Zahl der Anmeldungen ist sie zufrieden. Im Vergleich zu 2018 sind es mit 66 zwei Projekte weniger in der gesamten Region, aber dafür drei mehr in Schwäbisch Hall. Landesweit nehmen in diesem Jahr 1195 Schüler mit 603 Arbeiten teil (2018: 606). Auffällig sei, dass in den vergangenen drei Jahren der Großteil der Projekte bei der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an den Start geht. Diese richtet sich an Jungforscher bis 14 Jahre. Lediglich drei Haller Projekte sind bei „Jugend forscht“ angemeldet. Böhler erklärt sich das so: „Oft werden Arbeiten eingereicht, die ohnehin in Forscher-­AGs entstanden sind und diese richten sich meist an die jüngeren Klassenstufen. Zum anderen wird der Lernstress in den höheren Klassen immer größer. Man muss schon sagen, dass der Wettbewerb einen enormen Aufwand für die Schüler bedeutet. Viele sind vorsichtig, ein Zusatz­engagement zu übernehmen.“

Was die verschiedenen Themenfelder angeht, so lassen
sich auch in diesem Jahr Schwerpunkte erkennen. Hier zeigen
sich zwei Überraschungen. „17 Chemie-­Projekte gehen an den Start. So viele haben wir sonst nie. Dagegen sind es nur zehn Technik-Arbeiten. In den vergangenen Jahren waren es deutlich mehr“, so Böhler. Auch die Anzahl der Physik-Projekte (13) sei beachtlich. Zwölf Arbeiten gehen im Bereich Biologie an den Start. „Da sind es aber immer viele.“

Von Shampoos und Zahnpastas

Böhler selbst ist Lehrerin am GSM in Hall. Ihre Kollegen Joachim Kern und Achim Knaack sind Leiter der Forscher-AG. Zwei Projekte sind bei „Jugend forscht“ angemeldet, sieben bei „Schüler experimentieren“. Kern und Knaack betreuen 18 Jungforscher. Zwei Schüler experimentieren zu Hause mit ihrer Mutter. Die AG richtet sich vor allem an Siebtklässler. Drei Achtklässler und ein Neuntklässler, die bereits 2018 am Wettbewerb teilgenommen haben, sind auch dieses Jahr dabei. Sechs Arbeiten sind der Physik und drei der Biologie zuzuordnen. Bis auf einen Schüler gehen alle anderen in Zweier- oder Dreiergruppen an den Start.

Ina Rübenstrunk betreut zehn Schüler des Erasmus-Widmann-­Gymnasiums. Fünf Projekte in den Bereichen Chemie, Arbeitswelt, Physik und Technik sind es insgesamt, davon eines für „Jugend forscht“ und vier für die Juniorensparte „Schüler experimentieren“. „Roggen-Shampoo – wieso funktioniert das überhaupt?“, „Die beste Zahnpasta“ und „Sort-O-Matic Roboterarm“ lauten unter anderem die Titel der Arbeiten. Bis auf einen Schüler gehen die neun anderen zu zweit oder zu dritt an den Start. Die Altersspanne reicht von der fünften bis zur elften Klasse.

Die jüngsten der Haller Teilnehmer betreut Dr. Kerstin Kern von der Hector-Kinderakademie. Ihre sieben Viertklässler nehmen mit vier Projekten an „Schüler experimentieren“ teil. Zwei Arbeiten sind der Geo-Raumwissenschaft zuzuordnen – dem Exoten-­Gebiet des Wettbewerbs. Hier geht es um schwarze Löcher und Kristalle. Bei den zwei Biologie-­Projekten untersucht eine Teilnehmerin den Geschmackssinn ihres Hundes, zwei Jungforscher gehen gemeinsam der Frage nach, wie Pflanzen schneller wachsen. „Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Interessen der Kindern sind. Sie suchen sich die Themen alle selbst raus“, sagt Dr. Kerstin Kern.

Die Experimente und Versuche sind zum Großteil bei allen Teilnehmern abgeschlossen. Nun geht es an die Gestaltung der Plakate und das Einüben der Präsentationen.

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Schwäbisch Hall

Präsentation am 23. Februar am Campus Künzelsau


„Jugend forscht“ richtet sich an Schüler ab der vierten Klasse. Das Alter ist auf 21 Jahre beschränkt. Schüler bis 14 Jahre treten in der
Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an.
Es gibt sieben Bereiche, in welche die Projekte
einzuordnen sein müssen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo-Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik sowie Technik. Zum Projekt muss ein Experiment gehören. Der Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken findet von Donnerstag, 21. Februar, bis Samstag, 23. Februar, am Campus Künzelsau statt. Interessierte können sich die Projekte am Samstag von 9 bis 13 Uhr anschauen. Mehr Informationen auf www.jugend-forscht.de. ena