13. Jazz-Art-Festival in Hall Im März tönen Jazzklänge mit britischem Akzent

Schwäbisch Hall / Bettina Lober 06.12.2018
Vom 20. bis 24. März wird in der Haller Hospitalkirche das 13. -Jazz-Art-Festival gefeiert. Ab morgen gibt’s Tickets.

Im Advent beginnt der Kartenvorverkauf fürs internationale Jazz-Art-Festival. Klar, dass die Organisatoren damit die Hoffnung verknüpfen, dass Tickets auch den Weg auf den Gabentisch finden. Immerhin haben sie für die 13. Auflage des Festivals vom 20. bis 24. März ein umfangreiches und vielfältiges Jazz-Paket geschnürt. Das bewährte Veranstalter-Quartett besteht erneut aus dem Haller Jazzclub, dem Goethe-Institut, dem Konzertkreis Triangel sowie dem Kulturbüro der Stadt Hall.

Bei neun Konzerten in fünf Tagen werden mehr als 30 Musiker aus Großbritannien, Frankreich, Schweden, Spanien, der Schweiz und Deutschland auftreten. Mit zwei Konzerten innerhalb der Reihe „Very British – Britische Kulturwochen in Hall“  richtet das Festival auch den Blick auf die Insel. Schließlich treibt der für den 29. März beschlossene Brexit auch die Festival-Organisatoren um: „Für uns wird das künftig wohl problematischer, Künstler aus England zu bekommen“, erklärt der Jazzclub-Vorsitzende Dietmar Winter.

Junge Londonerin zum Auftakt

Den Festival-Auftakt wird diesmal kein Jazz-Altmeister bestreiten, sondern die junge Londoner Trompeterin Laura Jurd, die am 20. März um 20 Uhr mit ihrer Formation Dinosaur in der Hospitalkirche auftritt. Im Gepäck hat sie ihr aktuelles Album „Wonder Trail“. Vor dem Konzert um 19 Uhr wird nebenan in der Goethe-Mensa ein Jazzgespräch angeboten: Zu Gast ist Dave Stapleton, Gründer des britischen Plattenlabels „Edition Records“. „Er ist einer, der den EU-Gedanken lebt. Da wollen wir ihn natürlich fragen, wie er mit dem Brexit umgeht“, sagt Winter.

Eigenwillige Mischung

Den Festivaldonnerstag, 21. März, eröffnet um 19 Uhr die Schweizer Sängerin Lucia Cadotsch, die gemeinsam mit Petter Eldh (Kontrabass) und Otis Sandsjö (Saxofon) auftritt. „Sie spielen Traditionelles, aber eben ganz modern“, sagt Goethe-Instituts-Leiterin Sabine Haupt, die das Trio zum Festival einlädt. Um 21 Uhr folgt „wagemutiger Akkordeon-Jazz“: Der Franzose Vincent Peirani bringe mit seinem Quintett instrumentale Cover-Versionen von Led Zeppelin bis Henry Purcell auf die Bühne – „das lässt sich in keine Genre-Schulblade stecken“, so Winter.

Mit dem Münchner Duo Le Bang Bang, bestehend aus der Sängerin Stefanie Boltz und dem Kontrabassisten Sven Faller, beginnt der Festivalfreitag, 22. März, um 19 Uhr. „Wir haben die beiden auf der Freiburger Kulturbörse kennengelernt“, erzählt Kurt Hohenstein vom Konzertkreis Triangel und schwärmt von der eigenwilligen Mischung aus Evergreens, Pop-Hits und Eigenkompositionen. Um 21 Uhr betritt der Pianist und Trompeter Sebastian Studnitzky mit seinem Quartett die Bühne. Für sein aktuelles Album hat sich der in Dresden und Berlin lehrende Professor für Trompete von elektronischer Musik inspirieren lassen.

Den Altmeistern des Jazz gehört der Festivalsamstag, 23. März: Der Saxofonist Bernd Konrad, der heuer den Landesjazzpreis für sein Lebenswerk erhielt, ist um 19 Uhr gemeinsam mit dem Pianisten Paul Schwarz zu Gast. Ab 21 Uhr wird Norma Winstone, eine Grande Dame des britischen Jazz, gemeinsam mit ihrem Trio ihr neues Album „Descansado – Music for Films“ präsentieren.

Jazz aus Baden-Württemberg ist am Sonntag um 11 Uhr bei der Matinee im Adolf-Würth-Saal geboten: Das Trio „TRI“ – unter anderem mit dem Saxofonisten Libor Sima – tritt auf. Zum Festivalabschluss spielt um 19 Uhr das Barcelona Gipsy Balkan Orchestra. Bei diesem Konzert wird die Hospitalkirche nicht bestuhlt sein. Halls Kulturbeauftrage Ute Christine Berger hofft auf tanzwillige Besucher: „Beim Auftritt der David-Bowie-Tribute-Band hat sich das bewährt.“

Info Fast alle Konzerte sind in der Hospitalkirche in Hall, nur die Sonntagsmatinee ist im Adolf-Würth-Saal der Kunsthalle Würth. Karten gibt es bei der Haller Tourist-Information und in den Shops der Tageszeitungen im Kreis. Alle Informationen auf www.jazzart-hall.de.

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