Haushalt Ilshofen: Jahresrechnung in trockenen Tüchern

Ein Zehn-Millionen-Euro Projekt steht vor der Tür – und im Haushaltsplan: Die Stadt Ilshofen muss ihre Kläranlage an die wachsende Einwohnerzahl anpassen.
Ein Zehn-Millionen-Euro Projekt steht vor der Tür – und im Haushaltsplan: Die Stadt Ilshofen muss ihre Kläranlage an die wachsende Einwohnerzahl anpassen. © Foto: Ute Schäfer
Ilshofen / Ute Schäfer 09.08.2018
Der Ilshofener Kämmerer Martin Ott stellt den Finanzzwischenbericht vor.

Stadtkämmerer Martin Ott hat die Jahresrechnung 2017 abgeschlossen, ein Nachtragshaushalt war nicht aufgestellt. Die Gemeinderäte verabschiedeten den Rechenschaftsbericht einstimmig. Das ist kein Wunder, denn die Einnahmen entwickelten sich deutlich besser als vorhergesagt. Insgesamt rund 2 439 000 Euro können dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Geplant waren nur 1 688 000 Euro. Mehreinnahmen ergaben sich unter anderem bei der Grundsteuer und Einkommensteuer, während die Gewerbesteuer, wie bereits befürchtet, geringer ausfiel.

Das Haushaltsvolumen (Planzahlen in Euro in Klammern) beträgt insgesamt präzise 29 187 300,37 Euro (27 019 000). Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 17 646 501,02 Euro (17 330 000) und auf den Vermögenshaushalt 11 540 799,35 Euro (9 689 000).

Eigentlich hatte Stadtkämmerer Ott im laufenden Jahr einen starken Einbruch bei der Gewerbesteuer erwartet und das auch so in den laufenden Haushalt eingeplant. Doch nun kommt alles anders: Statt mit 1,6 Millionen kann er jetzt mit drei Millionen rechnen. „Da sieht man mal, wie schwierig es ist, die Gewerbesteuer zu beurteilen und vorherzusagen“, sagte Ott den Gemeinderäten. Doch ein Wermutstropfen bleibt: Jetzt könne man sich zwar über die unerwarteten Mehreinnahmen freuen. „Allerdings ärgern sie einen zwei Jahre später auch wieder“, so Ott, „wenn nämlich die Zuweisungen entsprechend niedriger ausfallen.“ Deshalb plädiere er dafür, die Mehreinnahmen in die Rücklagen zu nehmen.

„Überall im grünen Bereich“

Die Gemeinderäte nahmen den Finanzzwischenbericht zustimmend zur Kenntnis. „Wir befinden uns überall im grünen Bereich“, hatte ihnen der Stadtkämmerer zuvor erklärt. Bürgermeister Martin Blessing hatte es so ausgedrückt: „Der Plan sieht nicht ganz schlecht aus, um mal im schwäbischen Modus zu bleiben.“

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