Schwäbisch Hall / Gemeinderat Die Stadträte stimmen am Mittwoch knapp dafür, dass der Fliegernachwuchs gefördert wird.

Nach einer lebhaften Diskussion stimmen die Stadträte mit 16 zu 14 einer Änderung der Sportförderrichtlinie zu. Jetzt sollen auch die aktuell zwölf jugendlichen Mitglieder im Luftsportverband Schwäbisch Hall in den Genuss der Sportförderung kommen. Oberbürgermeister Hermann-­Josef Pelgrim begründet den Schritt mit einem Fehler, der vor drei Jahren bei der Erneuerung der Jugendförderrichtlinie für Sportverbände gemacht wurde. Die Definition der Dachverbände in den Fördervoraussetzungen wurde damals falsch getroffen. Einzelne Stadträte wie Rüdiger Schorpp (SPD) und Joachim Härtig (Grüne) bezweifeln, dass es sich beim Fliegen um einen Sport handelt.

Im April 2018 stellt der SPD-Stadtrat eine Anfrage an die Stadtverwaltung zu Lärm, Emissionen und Gefahren durch Flieger. Jetzt liegt die Antwort vor.

Die Verwaltung argumentiert: Die Rechtsprechung sehe das aber anders. Das Fliegen sei wie das Autorennenfahren wegen der körperlichen und geistigen Anforderungen, zum Beispiel in Sachen Konzentration und Feinmotorik, als Sport zu werten. Jetzt sind die Luftsportvereine, zu denen auch die Segelflieger gehören, wieder in der Jugend-Sportförderung der Stadt mit drin.

Auch bei allen anderen Entscheidungen der 16 Tagesordnungspunkte folgen die Stadträte der Empfehlung der Verwaltung. So kann unter anderem die Brücke vom Unterwöhrd zum Lindach weiter geplant werden. Und es wird das Okay dafür gegeben, dass 47 Millionen Euro, die eigentlich 2018 ausgegeben werden sollten, auch noch 2019 zur Verfügung stehen. Die hohe Summe der Ermächtigungsübertragungen beruht darauf, dass Großprojekte wie der Bau der Kita Hessental oder die Erneuerung der Hagenbachhalle verschoben wurden.

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