Dorf ohne Internet Wielandsweiler: Internetlose Bürger freuen sich auf 2019

Die Ortseinfahrt von Wielandsweiler: „... freut sich auf schnelles Internet im Sommer 2019“ steht direkt unter dem Ortsschild.
Die Ortseinfahrt von Wielandsweiler: „... freut sich auf schnelles Internet im Sommer 2019“ steht direkt unter dem Ortsschild. © Foto: Privat
Schwäbisch Hall / Thumilan Selvakumaran 04.10.2018
In Wielandsweiler hat sich eine Initiative gegründet. Sie setzt sich dafür ein, dass der abgeschnittene Ort an das Netz kommt.

Noch immer ist der Haller Teilort Wielandsweiler vom Internet abgeschnitten. Die Telekom will aktuell nicht in den Leitungsausbau investieren. Der bisher verfügbare Dienst über das Vodafone-Mobilfunknetz wurde eingestellt. Der Frust im Ort sitzt tief, auch weil die Stadt zunächst keine Lösung präsentierte. Nach einer Bürgerversammlung und der Berichterstattung in dieser Zeitung im September hatte der Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim aber eine Zusicherung gemacht.

Noch im Sommer 2019 soll es schnelle Internetanschlüsse im Ort geben – mit oder ohne Telekom. Denn auch die städtische Tochter Stadtwerke könnte entsprechende Glasfasernetze errichten. Bereits Ende 2017 sei ein Ingenieurbüro beauftragt worden. Die Ergebnisse sollen in den nächsten Wochen vorliegen.

Fragenkatalog wird formuliert

Nun reagiert die im Ort gegründete „Initiative Internet fürs Rottal“ auf die Erklärung des OB, wie Heinz Joachim Bauer schreibt. „Wir bedanken uns für die Bewegung, die in den letzten Wochen in die Versorgung unserer Ortschaften mit schnellem Internet gekommen ist.“ Insbesondere begrüßten sie es, dass der OB das Thema zur Chefsache erklärt habe. Die Bürger von Wielandsweiler und anderen Teilorten wie Sittenhardt hätten es „positiv zur Kenntnis genommen“, dass die Stadt die Zusage machte, nächstes Jahr „eine zukunftsfähige, nachhaltige Lösung für unsere Ortschaften umgesetzt zu haben“.

Die Erklärung habe aber auch Fragen der Bürger aufgeworfen. Diese würden derzeit von der Initiative in einem Katalog zusammengetragen. Das Ergebnis soll Grundlage für einen Dialog mit der Stadt und den Stadtwerken bilden. Die Initiative plane, die Verfahrensbeteiligten in den kommenden Wochen einzuladen.

Das Gespräch soll so terminiert werden, dass die Ergebnisse des Planungsbüros vorliegen und in die Diskussion einfließen können. „Mit der Einladung wird (...) Oberbürgermeister Pelgrim auch der Fragenkatalog übermittelt“, schreibt die Initiative.

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