Verwaltungsgemeinschaft Individuelle Hilfe für Flüchtlinge

Elisabeth Schweikert 13.10.2017

Die Verwaltungsgemeinschaft Schwäbisch Hall plant die gemeinsame Anstellung eines Integrationsmanagers. Dieser soll Flüchtlinge, die die Aussicht haben, bleiben zu dürfen, zwei Jahre lang dabei unterstützen, die bestehenden Integrationsangebote wahrzunehmen. Zur Verwaltungsgemeinschaft Schwäbisch Hall gehören neben der Stadt die Gemeinden Rosengarten, Michelfeld und Michelbach. Das Land hat beschlossen, je nach Qualifikation des Mitarbeiters, zwischen 50 000 und 64 000 Euro pro Jahr zuzuschießen.

„Wir sind gerade in der Phase einer abgestimmten Antragstellung der Verwaltungsgemeinschaft und der Sondierung mit dem künftigen Träger der Stellen, der Arbeiterwohlfahrt“, teilt Edgar Blinzinger mit. Der Leiter des Fachbereichs Jugend, Schule und Soziales bei der Stadt Schwäbisch Hall koordiniert federführend für die Verwaltungsgemeinschaft die Umsetzung des Hilfsangebots.

Die beteiligten Gemeinden begrüßen die Einstellung eines Integrationsmanagers. Jürgen König, Bürgermeister der Gemeinde Rosengarten, sagt: „Das ist vom Grundsatz her das richtige Programm vom Land. Aktuell hat Rosengarten keine Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung, die von dem neuen Manager betreut werden würden.“ Allerdings leben etliche Flüchtlinge in der Gemeinde. Diese seien auf sich gestellt, werden nicht durch den Beauftragten unterstützt. Hilfe bekommen diese Menschen vom Freundeskreis Asyl. Sobald wieder Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung sind, kommt der künftige Manager zum Einsatz. „Es ist der bessere Weg über die Verwaltungsgemeinschaft als über den Landkreis. Dann haben wir Zugriff bei Bedarf“, so König.

Michelfelds Bürgermeister Wolfgang Binnig berichtet, dass derzeit 18 Flüchtlinge mit dem Status Anschlussunterbringung in der Gemeinde Michelfeld leben – diese Personen sollen künftig vom Integrationsmanager begleitet werden. Von den 18 Menschen leben sieben im gemeindeeigenen Haus in der Haller Straße, acht im gemeindeeigenen Haus in der Kirchstraße. Drei Personen wohnen in privaten Mietwohnungen, teilt Bürgermeister Wolfgang Binnig mit.

In der Gemeinde Michelbach leben derzeit zwölf Flüchtlinge und Asylbewerber in der Anschlussunterbringung, teilt Hauptamtsleiter Berthold Krist mit. Auch dieses Dutzend  soll vom Integrationsmanager betreut werden.