Geschichte Immer der Mauer nach

Der blaue Strich wird mit einem Brenner auf den Gehweg geklebt. Er markiert die Mauer des Kastells.
Der blaue Strich wird mit einem Brenner auf den Gehweg geklebt. Er markiert die Mauer des Kastells. © Foto: privat
Mainhardt / Helmut Fischer 15.09.2018

In der Ortsmitte von Mainhardt befindet sich das römische Kastell. Heute ist es kaum noch sichtbar. Nur die Fundamente der rekonstruierten Süd-Ost-Ecke bei der Waldhalle sind noch zu sehen. Der Rest ist entweder überbaut oder im Boden verborgen. Etwa die Hälfte der Kastellmauern ist so im Boden konserviert.

Die Agendagruppe „Ortsbild Mainhardt“ hat vor einiger Zeit ein Konzept entwickelt, wie das römische Kastell in Mainhardt wieder sichtbar werden könnte. Sie schlug vor, eine blaue Linie im Verlauf der Kastellmauer anzubringen, zusammen mit dem Schriftzug „Limes-Kastell“ und dem Symbol des Limeswachturms. So könnte das Kastell in seiner beeindruckenden Größe (177 mal 142 Meter, also zweieinhalb Hektar) für alle erlebbar werden.

Nach einer Verkehrsschau wurde die Aktion von Polizei und Landratsamt genehmigt. Auch das Landesdenkmalamt gab dazu grünes Licht.

Aus verkehrstechnischen Gründen ist es allerdings nicht möglich, die Linie und den Schriftzug auch auf den betroffenen Straßen aufzubringen. Beide werden als Formteile mit dem Brenner auf die Gehwege aufge­klebt.

Der Bauhof Mainhardt führt die Arbeiten zurzeit aus. In den Baustellenbereichen der Nahwärmeversorgung muss bis zum Abschluss der Bauarbeiten gewartet werden.

Info Verfasser des Textes ist Helmut Fischer von der Agendagruppe Ortsbild Mainhardt.

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