Bühlerzell Im Geifertshofener Freibad laufen die Vorbereitungen auf die Eröffnung am 23. Mai

SARAH KRÜGER 05.05.2015
Der Förderverein des Freibads Geifertshofen reinigt vor dem Saisonauftakt die gesamte Freibadanlage. Durch ehrenamtliches Engagement und die Unterstützung der Gemeinde besteht der Verein seit zwölf Jahren.

"Wir putzen bei jedem Wetter, schließlich müssen wir fertig werden, sodass die Gäste bald bei uns baden können", sagt Hausmeister Uwe Schulz. Für die Frühjahrsreinigung plant der Verein zwei Tage ein. Gemeinsam reinigen sie die beiden Schwimmbecken, den Spielplatz, die Sanitäranlagen und überprüfen die Technik nach der Winterpause.

2003 wollte die Gemeinde Bühlerzell das Bad auflösen, erzählt Vorstand Wolfgang Abele-Häußler. Gemeinsam mit einigen Ortsbewohnern gründete er den Förderverein Freibad Geifertshofen. Die Gemeinde forderte, dass der Umbau innerhalb von zehn Jahren fertiggestellt werden muss. Insgesamt wurden 700.000 Euro investiert und alles bis auf ein Gebäude und zwei Wände im Kiosk in nur sechs Jahren erneuert, berichtet der Vorstand.

400 Vereinsmitglieder helfen ehrenamtlich beim Badebetrieb mit

Abele-Häußler wohnt seit 26 Jahren mit seiner Familie in Geifertshofen. Den Bezug zum Freibad führt er auf sein Sternzeichen zurück: "Mein Sternzeichen ist Fisch, vielleicht fühle ich mich deshalb so hingezogen zum Wasser", erzählt er schmunzelnd. Zur Gründung eines solchen Vereins gehöre viel Idealismus, sagt er selbst. Die etwa 400 Mitglieder des Vereins arbeiten tatkräftig zusammen. Zu den Öffnungszeiten wechseln sich 38 Badeaufsichten und 50 Kioskverkäufer ab. Zusätzlich mähen etwa 14 Ehrenamtliche einmal wöchentlich den Rasen und etwa 50 Personen sorgen für die Hygiene in den Sanitäranlagen. "Hier helfen alle ehrenamtlich mit. Sonst wäre das alles nicht möglich", sagt der Geifertshofener. Bei der Generalversammlung treffen sich die Mitglieder einmal jährlich. Die nächste findet am 13. Mai statt. Dieses Jahr werden zu den Jahres- und Kassenberichten auch etwa 2700 Fotos der letzten zehn Jahre gezeigt, "Da hat sich einiges verändert", sagt der Vorstand.

Besonders wichtig ist dem Verein, dass Kinder sich im Bad wohlfühlen. "Bei uns soll sich jedes Kind am Kiosk mit 50 Cent was kaufen können", sagt Abele-Häußler. Die Preise von nichtalkoholischen Getränken und Speisen werden deshalb niedrig gehalten, fügt er hinzu. Das Einzugsgebiet des Freibades sei groß, schon die Anzahl der Vereinsmitglieder übersteigt die 360 Einwohner von Geifertshofen.

"Die Gemeinde und unser Bürgermeister Franz Rechtenbacher unterstützen den Verein tatkräftig." Wie Wolfgang Abele-Häußler erzählt, habe 2010 ein benachbarter Bauernhof gebrannt. Das Freibad gilt offiziell als Feuerlöschteich. Mit der Unterstützung der gesamten Gemeinde konnte der Brand schnell gelöscht werden. "Darüber war nicht nur unser Bürgermeister sehr glücklich", fügt Abele-Häußler hinzu.

Mit Hochdruckreiniger bewaffnet macht sich Marius Krauß auf den Weg zum Kinderbecken. "Ich bin seit etwa zwei Jahren aktives Mitglied im Verein und helfe gern bei allem, was am Bad so anfällt", so der 15-Jährige. Gemeinsam mit seinem Bruder arbeitet er während der Saison oft im Kiosk. Ihm gefalle besonders, dass er viele Klassenkameraden und Freunde im Bad treffe.

Für die Zukunft ist eine Erweiterung des Spielplatzes und das Freibadfest am 13. und 14. Juni geplant. Die Gäste erwartet ein Gottesdienst, Auftritte des Musikvereins und der Alphornbläser und eine Vorführung des Motorbootvereins Schwäbisch Hall. "Wir hoffen auf einen heißen und langen Sommer, aber auch auf ein Umdenken der Menschen. Nicht alles kann kostenlos sein", sagt Abele-Häußler.

Das Freibad in Zahlen

Öffnungszeiten Montag bis Samstag von 13 bis 20 Uhr, Sonn- und Feiertage von 11 bis 20 Uhr

Saisondauer 23. Mai bis September (vom Wetter abhängig)

Finanzierung Jährlicher Zuschuss der Gemeinde von 10.000 Euro, Mitgliedsbeiträge, Eintritt der Freibadgäste

Fördervereins-Mitglieder etwa 400

SWP