Ilshofen Ilshofen muss mehr Flüchtlinge unterbringen - 67 Plätze geplant

 
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Ilshofen / CLAUDIA KERN-KALINKE 13.08.2015
In den Landkreis Schwäbisch Hall kommen zur Zeit 100 Flüchtlinge pro Monat. Das Landratsamt bittet deshalb die Gemeinden um Unterstützung bei der Suche nach geeignetem Wohnraum.

So sollte Ilshofen gemäß seiner Einwohnerzahl 53 Plätze zur vorläufigen Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen, erläuterte Bürgermeister Roland Wurmthaler dem Gemeinderat bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause die augenblickliche Situation.

42 Personen seien derzeit im Asylbewerberheim in Ilshofen untergebracht, zehn Flüchtlinge lebten in einem Haus in Eckartshausen. Auf sogar 67 Plätze komme die Gemeinde, wenn ein zusätzliches Haus im Teilort Steinbächle bezugsfertig ist, sagte Wurmthaler. Dort könnten bis zu 15 Menschen einquartiert werden.

Solange das Asylverfahren läuft, betreut der Landkreis Schwäbisch Hall die Menschen, zahlt die Miete oder erwirbt selber Immobilien als Unterkunft. Nach dem Verfahren - egal, ob die Asylsuchenden anerkannt, geduldet oder abgewiesen sind - ist die Gemeinde zur Anschlussunterbringung verpflichtet. Auch hier seien Quoten vorgegeben, berichtete Roland Wurmthaler: "Neun Personen müssen wir in diesem Jahr noch unterbringen, sechs davon sind schon da. Im kommenden Jahr können es sogar 14 sein."

Die Miete für diese Wohnungen zahlen die Bewohner selbst, bekommen die Kosten aber vom Landkreis zurückerstattet.

Derzeit versucht das Landratsamt im gesamten Landkreis weitere freie Wohnungen und Häuser zu kaufen oder zu mieten. Auch bebaubare Grundstücke kämen infrage, auf denen dann Wohnheime vergleichbar dem in Crailsheim errichtet werden können, so Wurmthaler. Die schlechteste Lösung sei die Aufstellung von Containern, warnte der Bürgermeister im Gemeinderat.

Derzeit nimmt die Stadt Ilshofen jede leerstehende Immobilie in der Kommune unter die Lupe. Aber selbstverständlich erfolge die Vermietung freiwillig, stellte der Bürgermeister klar. "Der Zustrom an Flüchtlingen nimmt aber nicht ab, sondern wird eher noch größer", warnte Wurmthaler.