Mehr als 70 Freunde des Heimbacher Hofs haben sich an den Ideen-­Workshops beteiligt, um den Wiederaufbau zu planen. Das städtische Hofgut, in dem Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Programmen betreut werden, ist beliebt. Am 11. Mai 2018 brannte eine Scheune wegen eines technischen Defekts in einem Schaltkasten komplett ab. Die Werkstatt, das Lager und der Skaterbereich wurden ein Raub der Flammen. Büro-Container überbrücken derzeit den Bedarf an Räumen. Doch das ist keine Dauerlösung.

Schwäbisch Hall Scheunenbrand

Im Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur werden in einer zweiseitigen Verwaltungs­vorlage erste Überlegungen für den Wiederaufbau vorgestellt. Oberbürgermeister Hermann-­Jo­sef Pelgrim betont in der Sitzung, dass es wichtig sei, nun über Verbesserungen nachzudenken.

Geld ist in Aussicht

Ein Architekt hat die Schadenssumme am Gebäude auf 800 000 Euro geschätzt. „Eventuell wird es noch mehr. Verhandlungen laufen“, sagt Fachbereichsleiter Bauen und Planen, Holger Göttler, auf Nachfrage der Zeitung. Zudem kommen mehr als 100 000 Euro von einer Versicherung für den Schaden am Inventar.

Einige Fragezeichen

Die Euphorie hat allerdings mehr als einen Haken. Die Gebäudebrandversicherung bezahlt nur einen Wiederaufbau in gleicher Weise am gleichen Ort. Zudem müssen Verhandlungen mit dem Denkmalamt geführt werden.

Vom Erfolg der neuen Planungen ist der Fachbereichsleiter der zentralen Steuerung überzeugt: „Es gibt Signale von der Versicherung, dass es verhandelbar sei“, sagt Thomas Gerstenberg.

45 Jahre sei die städtische Nutzung des Heimbacher Hofs für die Kinder- und Jugendarbeit nun alt, führt Gerstenberg aus. „Das ist vielleicht jetzt eine gute Schnittstelle, um die Weichen für die nächsten 20 Jahre zu stellen.“

Schwäbisch Hall

Die Idee: In einem neuen Gebäude soll ein großer Indoor-­Bewegungsbereich entstehen – ein Multifunktionaler Veranstaltungsbereich. Die Disko könnte dort unterkommen – deren Teilnehmerzahl ist bisher auf 250 beschränkt. Zudem sollen dort die Kletterelemente eine neue Heimat finden. Denn derzeit kann im Winter nicht geklettert werden, da es in dem jetzigen Gebäude zu kalt ist. Auch für die Skater könnte es einen Bereich geben. Die wünschen sich gar keine sperrige Halfpipe mehr, sondern schanzen neuerdings viel lieber über kleinere Trainingselemente.

Start der Detailplanung

Der Stadtverwaltung schwebt ein Tausch der Funktionen der beiden zentralen Gebäude vor: In einem großen Ersatzbau für die abgebrannte Werkstatt entsteht ein neuer Ort für die Disko. Und im bisherigen Diskogebäude, das ist das große Haus vorn an der Heimbacher Dorfstraße, kommt die neue Werkstatt unter. In diesem historischen Gebäude könnten bisher zugemauerte Tore geöffnet werden, sodass man von außen sieht, was innen gearbeitet wird.

Die Stadträte im Ausschuss nicken zustimmend und wenden nichts gegen die Planungen ein, die nun konkretisiert werden.

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Bühlertann/Fronrot