Hunde in Hall Hundepark wird eröffnet

Elegant nähert sich die braune Schönheit der Wippe. Das zwei Jahre alte Labradorweibchen Emma eröffnet den ersten Hundepark in Schwäbisch Hall. Josefine Kunig-Nestl (17) führt das hübsche Tier an der Leine. Doch Emma will nicht so recht. Sie fürchtet sich wohl davor, dass die Wippe nach unten knallt. Dann klappt es. Emma absolviert das Hindernis, schnappt sich das Leckerli. Wuff, der Hundepark ist eröffnet.

Seit fast zwei Jahren hat sich die Schülerin Josefine Kunig-­Nestl dafür eingesetzt. „Zusammen mit meiner Freundin Sadiya-­May Erhardt hatte ich die Idee“, sagt sie. Im Jugendforum im Herbst 2017 fand sie Mitstreiter in einer Arbeitsgruppe. Begleitet von einzelnen Stadträten und Verwaltungsmitarbeitern erreicht sie nun das Ziel und ist überglück­lich.

Großer Auslauf

Der erste Hundepark Schwäbisch Halls befindet sich am Rand der Auwiese, zwischen Stadion und Kocher. Er umfasst eine Fläche von 90 auf 25 Meter. 12.000 Euro hat das gekostet. Die Stadtverwaltung hat das meiste Geld für den knapp zwei Meter hohen Zaun und das massive Tor ausgegeben. Drei Spielgeräte für Hunde befinden sich auf der sonnigen Fläche: die Wippe, eine Röhre und ein Reifen. Die Hürden für Hunde wirken ein wenig verloren auf dem großen Gelände.

Schwäbisch Hall

„Es war auch eine Kostenfrage“, erläutert Thomas Thamm, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen. „Wir haben uns auf drei Spielgeräte geeinigt.“ Das sei absolut ausreichend versichern Josefine Kunig-Nestl und ihre Mutter. Viele Hundehalter würden die für ihre Lieblinge am besten geeigneten Bälle und Plastikknochen mitbringen. „Ich finde es als Mutter toll, dass Jugendliche ernst genommen werden“, freut sich Ute Nestl.

Doch ist ein Hundepark überhaupt ein spezielles Jugendprojekt? „Von der Jugend für die Allgemeinheit“, bringt es Patrick Domberg, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, auf den Punkt. „Die Projekte aus dem Jugendforum sollten von vornherein nicht nur an Jugendliche gerichtet sein“, betont Astrid Winter, die vonseiten der Stadtverwaltung den Beteiligungsprozess begleitet. Peter Klink, Erster Bürgermeister, findet die Lösung gelungen: „Das so mitten in der Stadt zu machen, ist gut.“

Lücke geschlossen

Anders als auf den Höhen rund um Hall fehlen in der Innenstadt Auslaufflächen für die Partner mit der kalten Schnauze. In den Ackeranlagen herrsche Leinenzwang. Nun haben die Hundebesitzer eine große Fläche, um ihre Vierbeiner springen zu lassen. Allerdings wird vorausgesetzt, dass die Tiere nicht andere Hunde bedrängen. Die Wauwaus dürfen nur dann von der Leine gelassen werden, wenn sie sich zu benehmen wissen. Darauf weist das Schild am Eingang mit den Regeln für die Benutzung hin.

Auch an eine Bank für Menschen und einen Mülleimer – samt Tütchenspender – wurde gedacht.

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