Region Hautkrebs gilt als Berufskrankheit

Region / SWP 12.02.2015
Für Bauarbeiter und Gärtner auch im Landkreis Schwäbisch Hall gehört der helle Hautkrebs zum Berufsrisiko. Dies ist seit diesem Jahr anerkannt.

Auch Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft sind betroffen. Ab sofort können sich alle, die häufig in praller Sonne arbeiten, bei der Diagnose vom hellen Hautkrebs an die gesetzliche Unfallversicherung wenden. "Seit Januar ist dieser Hautkrebs eine anerkannte Berufskrankheit", teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt Stuttgart mit. "Betroffene haben Anspruch darauf, dass die Unfallversicherung ihren Fall überprüft", sagt der Bezirkschef der IG-Bau Stuttgart, Mike Paul. Menschen, die sich im Job viele Jahre intensiver UV-Strahlung aussetzen, hätten ein erhöhtes Risiko, Hautkrebs zu bekommen. "Grundsätzlich gilt: Je häufiger jemand in der Sonne war, desto höher das Risiko. Die Summe aller Sonnenstunden macht es", so der IG-Bau-Bezirksvorsitzende. Betroffen vom hellen Hautkrebs seien insbesondere die so genannten "Sonnenterrassen des Körpers" - Nase, Stirn, Schläfen, Unterlippe, Handrücken und insbesondere bei Männern auch Ohren, Nacken, Nase sowie eventuell die Glatze.