Kosten Haus der Bildung: Bauarbeiten teurer als erwartet

Sie machten sich ein Bild von den Baufortschritten: (von links) Jürgen Stengel, Rolf Schwarz, Bürgermeister Michael Dambacher, Hansjörg Schneider, Michael Tauscher, Eugen Hald, Architekt Norbert Walter, Franz Gentner, Birgit Radecke.
Sie machten sich ein Bild von den Baufortschritten: (von links) Jürgen Stengel, Rolf Schwarz, Bürgermeister Michael Dambacher, Hansjörg Schneider, Michael Tauscher, Eugen Hald, Architekt Norbert Walter, Franz Gentner, Birgit Radecke. © Foto: ri
Bühlertann / RAINER RICHTER 08.10.2015
Die Gemeinderäte machten sich ein Bild von den Fortschritten am Haus der Bildung. Während der Neubau kurz vor der Fertigstellung steht, ist die Renovierung des Kindergartengebäudes noch in vollem Gang.

Für die höheren Kosten sind verschiedene Gründe verantwortlich, wie Architekt Lorenz Kraft auf der anschließenden Gemeinderatssitzung ausführte. Es stellte sich heraus, dass der in den Unterlagen verzeichnete Kanal in die Bühler in Wirklichkeit gar nicht bis zum Fluss reicht. Somit musste er nun verlängert werden.

Beim Verlegen der Versorgungsleitungen stieß man auf felsigen Untergrund, was die Arbeiten erheblich erschwerte. Die zu renovierende Decke im Kindergartengebäude erwies sich als Massivdecke und nicht, wie ursprünglich angenommen, als Holzdecke. Zwischen Neubau und Altbau entdeckten die Bauarbeiter zudem Fundamentüberstände. Außerdem wurde die Außenanlage durch die notwendigen Arbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen.

"Wir werden in diesem Jahr noch fertig"

Alle diese Maßnahmen führen zu Mehrkosten von ungefähr 297.000 Euro. In dieser Rechnung sind auch die Mehrkosten enthalten, die sich dadurch ergeben, dass einzelne Gewerke nicht zum Angebotspreis zu erhalten waren. Was die Fertigstellung des Hauses der Bildung betrifft, zeigte sich Architekt Lorenz Kraft zuversichtlich: "Wir werden in diesem Jahr noch fertig", prognostizierte er.

Trotz Kostensteigerung entschieden sich die Bühlertanner Gemeinderäte, bei den Außenanlagen jetzt nicht den Rotstift anzusetzen und einen Kompromiss einzugehen. Sie vergaben die Arbeiten bei einer Gegenstimme zu einem Angebotspreis von 146.385 Euro an die Firma Moll aus Kleinaltdorf. In der einstmaligen Kostenberechnung war lediglich ein Betrag von 90.000 Euro vorgesehen gewesen.