Konzert Harter Rock lockt zum Haßfelden Openair

Geschwitzt wird beim 20. Haßfelden Open Air auch abseits der Bühne: Nicht nur die Rhythmen der P.O.R.N. Cops (Bild) und der beiden anderen Bands sind heiß, auch die Temperaturen sinken bis spät in den Abend nicht. Die Getränkestände machen guten Umsatz.
Geschwitzt wird beim 20. Haßfelden Open Air auch abseits der Bühne: Nicht nur die Rhythmen der P.O.R.N. Cops (Bild) und der beiden anderen Bands sind heiß, auch die Temperaturen sinken bis spät in den Abend nicht. Die Getränkestände machen guten Umsatz. © Foto: Oliver Färber
Wolpertshausen / Oliver Färber 07.08.2018
Es geht rund am Samstagabend in Haßfelden: Die Band G-M-Y-P gibt alles. Die Besucher strömen in den kleinen Ort.

Gerade einmal 86 Einwohner hat Haßfelden – mindestens das Vierfache an Besuchern ist  schon am frühen Abend zum Bolzplatz gekommen. Das 20. Haßfelden-Open-Air wird von heißen Sommertemperaturen bis in die Nacht begleitet. „Das war auch schon anders“, erinnert sich Bernhard Vogel vom Maschinenring Haßfelden, eine Motorradclique, die alljährlich Musikfans in das kleine Dorf zieht. Allerdings könnte die Gruppe nie das Open Air alleine stemmen. „Da packt fast der ganze Ort mit an“, berichtet er – und ist über die gemeinschaftliche Hilfe dankbar.

Denn es sind sicher nicht alleine die heißen und teilweise durchaus harten Rhythmen von der Bühne, die dafür sorgen, dass insbesondere die Getränkestände in diesem Jahr stark frequentiert werden. Sowohl auf als auch vor der Bühne wird geschwitzt – und der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen. Deshalb haben die ehrenamtlichen Helfer alle Hände voll zu tun. Die Organisatoren haben sich aber darauf eingestellt.

Auch ein neues Angebot beim 20. Haßfelden-Open-Air wird gut angenommen. „Wir haben unser Cocktailsortiment erweitert. Das bedeutet zwar einen zusätzlichen Aufwand, aber ist heute sehr gefragt“, so Vogel.

Froh ist er, dass das Konzept der Clique, jüngeren unbekannteren Bands die Möglichkeit für einen Auftritt zu geben, weiter aufgeht. „Die haben’s schwer“, meint er. So gehört Invers aus dem Raum Stuttgart mit ihrem Alternative Rock zunächst die Bühne, danach den P.O.R.N. Cops aus Gaildorf. Vogel gibt zu, dass der Hauptact G-M-Y-P sicher nicht mehr in diese Kategorie passe. „Aber sie spielen schon zum vierten Mal bei uns und zeigen damit eben eine Verbundenheit zum Haßfelden-Open-Air“, meint er. Vorteil sei auch, dass diese ihre Fans zusätzlich mitbrächten.

Obwohl die Veranstaltung das eigentlich gar nicht nötig hätte. Das Open Air habe sich bereits einen Namen gemacht, viele hätten nach guten Erfahrungen wieder neue Besucher mitgebracht.

Freier Eintritt beim Open Air

Auch das Konzept, keinen Eintritt zu verlangen, stellt Vogel nicht in Frage. Die Ausgaben müssten allerdings durch die Bewirtschaftung hereingeholt werden. „In einem schlechten Jahr hat das schon mal nicht geklappt“, gibt er zu. Doch die guten Jahre glichen die Verluste wieder aus. „Heute klappt das hervorragend. Es sind so viele Leute gekommen“, freut er sich. Die Besucher wissen das zu schätzen – egal wie alt sie sind. „Wahrscheinlich sind heute Menschen im Alter von 15 bis 60 da“, mutmaßt Vogel.

„Es geht hier so locker zu“, erklärt Sina Forster, warum sie bereits zum zehnten Mal dabei ist. Nur einmal musste die 31-Jährige ihren Besuch ausfallen lassen: „Da hatte ich ein gebrochenes Bein.“ Schlechtes Wetter habe sie aber nie aufhalten können. „Und auch keine extreme Hitze“, fügt sie hinzu, fächert sich mit der Hand Luft zu und nippt an ihrem Getränk.

10

Mitglieder umfasst der harte Kern der Motorradclique Maschinenring Haßfelden. Sie organisiert das Open Air, das seit 20 Jahren über die Bühne geht. Bei der Veranstaltung packt der gesamte Ort mit an.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel