Noch am Donnerstag der vergangenen Woche meinte Flyers-Headcoach Sova Taletovic, dass seine Spieler nun die Zähne zusammenbeißen müssten, um beim dritten Topspiel hinterei­nander dabei sein zu können. Da ahnte der Bosnier noch nicht, dass das auch für ihn gelten würde. Tags darauf handelte er sich einen grippalen Infekt ein, bekam Fieber. Mit Tabletten bekämpfte er die Symptome und stand am Samstag an der Außenlinie. Seine Mannschaft zeigte erneut ein gutes Spiel.

„Mittlerweile ist es so: Die Jungs kommen in die Halle und strahlen schon beim Aufwärmen Selbstvertrauen aus“, beschreibt Taletovic die Folgen der anhaltenden Erfolgsserie. Der zuletzt starke Semir Gudzevic war zwar mit nach Reutlingen gefahren, konnte aber wegen einer hartnäckigen Rückenverletzung nicht mitspielen. Er konnte also nur moralisch unterstützen.

Die Haller wussten um die Bedeutung der Partie. Nach Siegen gegen den Zweiten Ulm und über Tabellenführer Heidelberg konnten sie mit einem Erfolg beim Dritten Reutlingen selbst zu einem Verfolger Heidelbergs werden.

Starke Rebound-Arbeit

Reutlingen musste den Ausfall seines Spielmachers Damir Dronjic verkraften. „Aber sie hatten dennoch einige starke Spieler, die gerade unter dem Korb sehr präsent waren“, berichtet Taletovic. Doch die Haller halten dagegen und führen nahezu das ganze Spiel über. „Mal waren es vier Punkte, mal zehn, mal vier. Unsere Rebound-Quote hat die Partie entschieden.“

Hinzu kam, dass die TSG Schwäbisch Hall einen Großteil ihrer Freiwürfe verwerten kann. „In dieser Statistik sind wir in der Liga führend“, merkt Taletovic an. Am vergangenen Samstag waren sie mitentscheidend, denn Cevriz, Debelka & Co. verwandelten 20 von 24 Freiwürfen.

Die Reutlinger konnten in den entscheidenden Situationen nicht dagegenhalten und verlieren Platz 3 nun an die Haller. Diese befinden sich in einer komfortablen Situation. Sie haben in den kommenden Wochen auf dem Papier schlagbare Gegner, während sich die restlichen Spitzenteams fast im Wochentakt duellieren. So könnte Halls Siegesserie weitergehen und die TSG dadurch in der Tabelle weiter nach oben klettern. In den kommenden Wochen werden sich die Flyers verstärkt für die Ergebnisse der Konkurrenten interessieren.

So spielten sie


TSG Reutlingen –
TSG Schwäbisch Hall

65:69

Flyers: Dalibor Cevriz (29 Punkte, 3 Dreier), Harald Debelka (10, 2), Ivo Garic (3, 1), Michael Heck (8), Jozef La Rosa (7, 1), Sergi Marco Coll (12), Ivica Markovic, Stefan Pesic, Tim Seidl